Brauchen wir eine Religion?

Ja, weil selbst militante Atheisten nicht ohne eine Religion auskommen. Weiterlesen

Will Gott sich über die Menschen lustig machen?

Unglücklicherweise haben viele Menschen unserer Zeit ihre christlichen Wurzeln vergessen oder absichtlich abgeschnitten. Indem sie einer neuheidnischen Ersatzreligion folgen, haben sie begonnen, den Kosmos, unseren Planeten, die Evolution, das World Wide Web und die Technologie zu „verabsolutieren“. Weiterlesen

Wie kann man die Sterne sehen?

Wir sollten vielleicht mehr überrascht sein, als wir es sind, dass 200 Jahre nachdem Hume und Kant die Behauptungen der christlichen Theologie zerschmettert haben, wir überall in Europa in Dorfkirchen eintreten und Menschen beobachten können, die ihr tägliches Leben unter der brennenden Sonne des Säkularismus führen, während sie im Dunkeln ihrem Gott huldigen.

Die Aufklärung begleitet sie seit zwei, drei Jahrhunderten, aber ebenso auch die Widerstand gegen sie. Es gibt Poeten, die auf die Aufklärung wie eine Art Lichtverschmutzung reagierten, sie verteidigten die Räume der Dunkelheit, um die Sterne sehen zu können.

Roger Scruton

 

Was ist gut?

Uns wird gesagt, dass Gott sechs Tage lang an der Erschaffung der Welt gearbeitet hatte und sich am siebten Tag ausruhte, nicht, um von seiner Arbeit abgelenkt zu werden, sondern im Gegenteil, um sein Werk zu genießen und über seinen Wert nachzudenken. Muße war für Gott die Begegnung mit dem Wert, der seiner Schöpfung innewohnte, die Gelegenheit, sein Werk ins Auge zu fassen und festzustellen, dass es gut war .

Roger Scruton

 

Was ist eine Liebespflicht?

Die Liebespflicht ist der kategorische Imperativ, der fordert, andere immer um ihrer selbst und niemals als Mittel zu behandeln .

Immanuel Kant

Freilich gilt dieses Prinzip nicht so allgemein wie es scheint. Wollte man Immanuel Kant ernst nehmen, dann dürfte niemand einen Angestellten beschäftigen.

Kants Idealismus krankt daran dass er in der Tat idealistisch ist. Der kategorische Imperativ beschreibt etwas, wie es sein sollte, nicht aber wie es ist. Die Realität bleibt immer ambivalent und das ist auch gut so.

Die Welt fügt sich keinem Prinzip.

Es bleibt aber, und da ist Immanuel Kant recht zugeben, eine große Tugend, eine Sache um ihrer selbst Willen zu tun und nicht allein zweckrational zu handeln.