Wo ist Gott?

Fritzchen:  Wo ist Gott?

Georg: Wenn du fragen würdest wo Gott nicht ist, wäre das leichter zu beantworten.

Fritzchen:  Wo ist Gott nicht?

Georg:  Überall.

Fritzchen:  Überall?

Georg:  Überall klagen die Menschen darüber, dass Gott gerade nicht da ist, wo sie ihn gerne hätten und glauben dann, er wäre überhaupt nicht da.

Fritzchen: Und, ist er überhaupt nicht da?

Georg:  Nein, er ist immer da.

Fritzchen: Ja wo jetzt?

Georg:  Überall.

Fritzchen: Jetzt widersprichst du dir. Gerade hast du noch gesagt er ist nicht Überall. Ist er jetzt überall oder nicht überall?

Georg:  Sowohl als auch.

Fritzchen: Wie jetzt?

Georg:  Er ist nicht überall in dem Sinne, dass er über dem All wäre und von außen alles betrachtet und lenkt,  weil es außerhalb der Welt nichts gibt, weil es ja die Welt selbst schon nicht gibt. Wir haben uns darüber schon einmal unterhalten.

Fritzchen: So habe ich mir Gott immer vorgestellt, dass er auf einer Wolke sitzt und auf uns runter schaut und alles sieht, auch das, was er besser nicht sehen sollte.

Georg:  So ist es nicht.

Fritzchen: Wie ist es dann?

Georg: Gott sitzt in uns drin, in jedem Menschen. Deshalb ist er überall, da wo es Menschen gibt.

Fritzchen:  Dann gibt es keinen Gott ohne die Menschen.

Georg: Genauso wenig wie es die Menschen ohne Gott gibt.

Fritzchen: Hat jetzt nun Gott die Menschen erschaffen oder haben die Menschen Gott erschaffen?

Georg:  Beides ist richtig. Die Menschen gibt es nicht ohne Gott und Gott gibt es nicht ohne die Menschen.

Fritzchen: Ist das jetzt ein Gottesbeweis?

Georg:  Ich nenn das mal den reflexiven oder intrinsischen Gottesbeweis. Da Mensch und Gott untrennbar zusammengehören, beweist die Tatsache, dass es Menschen gibt, und wer wollte das bestreiten, dass es auch Gott geben muss.

Fritzchen:  Warum glauben aber dann so viele Menschen, dass es Gott nicht gibt, wenn man das doch beweisen kann?

Georg:  Weil sie ihn alle an der falschen Stelle suchen, dort wo sie ihn nicht finden können. Das ist wie mit den Ostereiern, wenn man keine findet, heißt das noch lange nicht, dass es keine Ostereier gibt. Es beweist lediglich, dass man bisher an den falschen Stellen gesucht hat.

Fritzchen: Dann werde ich mich an Ostern diesmal etwas gründlicher auf die Suche machen.

Georg:  Das kann nicht schaden.

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