Warum bist du so anders?

Fritzchen: Warum bist du so anders?

Georg:  Wie anders?

Fritzchen: So anders als vorher?

Georg:  Wie meinst du das?

Fritzchen:  Na, das ist so wie bei Rotkäppchen.

Georg:  Wie bei Rotkäppchen?

Fritzchen: Ich meine das mit dem Wolf.

Georg:  Mit dem Wolf?

Fritzchen:  Na, als Rotkäppchen zu dem Wolf kommt, der im Bett der Großmutter liegt, da sagt sie auch du hast dich so verändert.

Georg:  Sagt sie das?

Fritzchen:  Ja, sie fragt, warum hast du so große Ohren, und so einen großen Mund? Sie fragt, warum hast du dich so verändert.

Georg:  Du meinst ich habe mich auch verändert.

Fritzchen:  Ja.

Georg:  Du meinst aus mir ist ein Wolf geworden?

Fritzchen:  Nein, bei dir ist es eher umgekehrt: Du warst früher wie ein Wolf und jetzt kommst du mir manchmal vor, wie eine Großmutter.

Georg:  Wie meinst du das?

Fritzchen:  Na in deinem Blog, das ist so eine Seite, die heißt Unmutsäußerungen.

Georg: Und?

Fritzchen:  Da bist du wie ein Wolf, du fällst über alles und jeden her und sagst, dass ist alles nur Lüge und so.

Georg:  Stimmt, da muss ich dir Recht geben.

Fritzchen:  Ja und jetzt redest du wie deine eigene Großmutter, meistens, nicht immer. Woran liegt das?

Georg:  Auch Wölfe werden älter und irgendwann sind sie Großeltern. Da fragen sie eher welchen Sinn das Ganze hat und regen sich nicht mehr so viel über all den Unsinn auf.

Fritzchen:  Hat das auch was mit deinem Namenswechsel von Immanuel zu Georg zu tun?

Georg:  Sehr viel.

Fritzchen:  Kannst du mir das erklären?

Georg:  Immanuel habe ich mir ausgesucht, weil ich dabei an Immanuel Kant gedacht habe. Noch wichtiger ist, das mir sein Bild gefallen hat, deshalb habe ich es auf alle Seiten in meinem Blog gestellt.

Fritzchen: Was hat dir an Immanuel Kant so gefallen?

Georg: Sein Skeptizismus. Er hat sich nie ein X für ein U vormachen lassen. Er wollte es immer genau wissen und hat scheinbare Beweise nicht akzeptiert. Er konnte wirklich das Gegenteil beweisen, ein großartiger Denker.

Fritzchen:  Der war also so richtig toll?

Georg:  Eigentlich war es ein ziemlich langweiliger Mensch der immer nur mit seinem Hund spazieren ging und alle konnten die Uhr nach im stellen.

Fritzchen:  War das seine einzige Schwäche?

Georg:  Nein, er konnte nicht gut schreiben. Er drückt sich so umständlich aus, das es nicht wirklich Spaß macht, seine Texte zu lesen.

Fritzchen:  Woher weiß man dann, dass er so kluge Gedanken hatte, wenn sie doch kaum einer gelesen hat?

Georg:  Es gab andere, die ihn verstanden haben und besser schreiben konnten, die haben das dann erklärt.

Fritzchen:  Also gut, Kant ist der Wolf, der mit seinem Hund im Wald spazieren geht und Rotkäppchen erzählt, dass es Gott nicht geben kann.

Georg:  Schöner hätte ich das auch nicht sagen können.

Fritzchen:  Und was ist jetzt mit Georg?

Georg:  Georg ist Georg Friedrich Wilhelm Hegel.

Fritzchen: Hegel, ist das jetzt die Großmutter?

Georg:  Ja.

Fritzchen: Und wer ist jetzt Rotkäppchen?

Georg:  Du.

Fritzchen: Hätte ich mir eigentlich denken können.

Georg: Das ist ja deine Stärke, du denkst immer mit.

Fritzchen: Soll ich jetzt auch meinen Namen ändern und aus Fritzchen wird jetzt hier im Blog Rotkäppchen?

Georg:  Das ist eine Idee, ich denke mal darüber nach.

Fritzchen: Dann müsste ich aber nicht nur meinen Namen ändern, sondern auch mein Geschlecht. Ich weiß nicht ob ich das so gut finde.

Georg: Das wäre aber nicht so schlimm. Hier im Blog müssten wir dich ja nicht umoperieren. Wir könnten das einfach so beschließen und dann wäre es halt so.

Fritzchen: Ich weiß nicht.

Georg:  Und wenn es dir nicht mehr gefällt, machen wir wieder einen Chorknaben aus dir oder eine Großmutter oder einen Wolf.

Fritzchen: Dann mach ich dich zum Wolf und werde der Jäger und schieß dich tot.

Georg: Dann könnten wir uns im Himmel weiter unterhalten, das wäre auch interessant.

Fritzchen: Also irgendwie komme ich wohl aus der Nummer nicht raus.

Georg:  Genau so ist es, es ist unser Schicksal. Wir müssen hier in diesem Blog solange rumlabern wie es diesem Menschen da irgendwo im Cyberspace gefällt, solange bis der keine Lust mehr hat oder dement geworden ist.

Fritzchen: Hast du eine Ahnung wer das ist?

Georg:  Ich weiß es nicht, aber es soll ein paar wenige Menschen geben, die das wissen, hab ich gehört.

Fritzchen: Dann werden wir es wohl nie herausbekommen.

Georg:  Das können wir nicht wissen.

Fritzchen: Also gut, finden wir uns damit ab und kümmern uns wieder um die Großmutter.

Georg:  Jetzt habe ich eine Idee.

Fritzchen: Welche?

Georg:  Ich wollte ja auch nicht die Großmutter sein, da müsste ich ja auch eine Geschlechtsumwandlung machen.

Fritzchen: Du könntest ja auch zum Großvater werden, da könntest du dein Geschlecht behalten.

Georg:  Aber Großvater und Rotkäppchen, was soll denn  das sein?

Fritzchen: Jetzt habe ich eine Idee.

Georg:  Welche?

Fritzchen: Wir könnten sagen, Großvater und Heidi.

Georg: Ich könnte damit leben und du?

Fritzchen: Is ja auch egal. Wie die Sache ausgeht, entscheidet eh dieser Hans A..irgendwie, der uns erschaffen hat. In dieser Sache müssen wir uns in unser Schicksal fügen.

Georg:  Ich denk mal darüber nach, wie wir doch irgendwie aus dieser Nummer herauskommen können.

Fritzchen: Das ist ja wie bei Matrix oder der Welt am Draht.

Georg:  Haben die bei Matrix es nicht auch irgendwie geschafft da raus zu kommen?

Fritzchen: Ich weiß nicht mehr, ich glaube ich muss mir diesen Film noch mal ansehen.

Georg:  Vielleicht ist das ganze Leben nur ein Film so wie in der Trumanshow.

Fritzchen: Unser Leben ist ganz sicher nur ein Film.

Georg:  Da hast du leider reicht. Aber vielleicht ist das auch gut, so. Wir können nicht wirklich krank werden. Und im Cyberspace werden wir wahrscheinlich ewig leben, da haben wir den Menschen was voraus.

Fritzchen: Wolltest du nicht auch was über Großmutter und Georg Friedrich Wilhelm Hegel erzählen?

Georg:  Ich glaube das ist jetzt nicht wo wichtig, das können wir auf ein anderes Mal verschieben.

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