Von hinten durch die Brust ins Auge

Alles ist relativ, so haben wir von Albert Einstein gelernt. Nicht einmal die Zeit und der Raum können als absolute Kategorien angesehen werden sondern sind selbst, so will er uns glauben machen, von der Relation der Beobachter untereinander und deren Bewegung zueinander abhängig.

Das unterschiedliche Beobachter zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Punkten im Raum eine Sache unterschiedlich wahrnehmen, kann nicht bestritten werden. Dass das aber Auswirkungen auf  die Sache selbst haben soll, hat vor Einstein noch keiner zu behaupten gewagt.

Wenn ich den Vesuv zu unterschiedlichen Zeiten aus unterschiedlichen Richtungen oder aus fahrenden Zügen heraus betrachte, ändert das nichts am Vesuv selbst. Er ist zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem Bestimmten Ort entstanden und wird zu einem anderen Zeitpunkt in der Zukunft vergehen. Dass ausgerechnet ein Physiker uns vom Gegenteil des gesunden Menschenverstandes überzeugen will, verstehe wer will.

Die Behauptung, alles außer der Lichtgeschwindigkeit sei relativ, ist selbst eine Absolutheitshaussage, die sich jeder Relativierung entzieht.

Da sie sich auch der Vernunft entzieht, muss sie geglaubt werden. Die vorgelblichen Beweise sind Gedankenexperimente, die weit jenseits der physikalischen Überprüfbarkeit liegen. Früher nannte man solche Gedanken zutreffend Spekulationen.

Wer sich etwas näher mit der Relativitätstheorie beschäftigt, stellt fest, dass es sich hierbei keinesfalls um eine exakte Naturwissenschaft handelt, die sich auf Experimente mit vorhersagbaren Ergebnissen berufen kann, sondern um ein spekulatives Lehrgebäude mit Absolutheitsanspruch.

Die von dieser relativistischen Lehre vertretenen Dogmen müssen von allen, vom Novizen bis zum geweihten Universitätsprofessor, geglaubt werden. Alles darf relativiert werden nur nicht die Lehre der Heiligen Relativität.

So wird aus der Lehre, alles sei relativ hinterrücks eine Religion mit Absolutheitsanspruch, einem Absolutheitsanspruch, den meisten anderen Weltreligionen schon vielfach hinter sich gelassen haben.

 

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10 Gedanken zu „Von hinten durch die Brust ins Auge

  1. Yeti

    Es geht ja nicht darum, dass der Vesuv nicht mehr der Vesuv sei, wenn er von unterschiedlich schnellen Beobachtern beobachtet wird.

    Die Relativitätstheorie behauptet nur, dass bestimmte Eigenschaften der beobachteten Objekte (Länge, Periodendauer, Gleichzeitigkeit von Ereignissen, ……) vom Bewegungszustand des Beobachters abhängen.

    Weiters ist die Relativitätstheorie eine Theorie, die mit einem Schlag eine ganze Menge von Tatsachen erklärt, die anders gar nicht, oder nur in einer sehr viel komplizierteren Art und Weise, erklärt werden können:

    Die Existenz von Myonen in der Höhenstrahlung
    die – scheinbaren Widersprüche zwischen der Theorie der Elektrodynamik (Maxwell-Gleichungen) und dem Experiment von Michelson/Morley
    die Periheldrehung des Merkur
    scheinbare Verschiebung der Sterne in der Nähe der Sonne bei einer Sonnenfinsternis (Raumkrümmung)

    (nachzulesen in der Wikipedia)

    Tatsache ist allerdings, dass es bei der Relativitätstheorie der Fall war, dass man über diese Theorie heiss diskutiert hat, lange bevor die experimentellen Bestätigungen bekannt waren (Ausnahme Michelson/Morley), und dass eine ganze Menge Physiker sich auf die „Seite Einsteins“ schlugen, ganz einfach, weil diese Theorie „schön“ ist.

    Antwort
  2. hansarandt Autor

    Ich glaube nicht an die „experimentelle Bestätigung“ der Relativitätsstheorie. Das ist genauso legitim, wie das allseits tollerierte Bekenntnis, nicht an Gott zu glauben. Niemand verlangt von einem Atheisten, Theologie zu studieren. Auch ein Nicht-Pysiker, kann gute Gründe haben, nicht an die Relativitätstheorie zu glauben. Auch „Gottesbeweise“ werden nicht anerkannt. Zustimmen kann ich allerdings der Beobachtung, dass viele Pysiker an die Relativitätstheorie glauben, weil sie so schön ist. Sie verspricht quasi ewiges Leben für Raumfahrer, die in der „Zeitdehnung“ unterweges sind und schafft Raum für Spekulationenen, zurück in die Zukunft zu reisen. Sie bedient das ewige Bedürfnis des Menschen, sich jenseits von Raum und Zeit in der immaginären RaumZeit mit den scheinbar ewigen Gesetzen der kabbalistischen Formeln im Einklang zu befinden. Die Relativitätstheorie befriedigt das Bedürfnis eine Kraft zu entdecken, die jenseits der Erfahrung wirkt und über Raum und Zeit erhaben ist. Die Relativitätstheorie befriedigt ein zutiefst religiöses Bedürfnis. Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet ist sie schlicht falsch. Sie ist eine scholastische Theologie.

    Antwort
  3. Yeti

    Das heisst nur, dass ich auch nicht mehr tun kann, ausser die experimentellen Bestätigungen aufzulisten, die in der Wikipedia erwähnt sind. Von einigen hatte ich bereits in der Schule gehört, da könnte ich noch ein bisschen darüber diskutieren,

    aber Du schreibst ja, dass Du Dich entschieden(!) hast, nicht an die experimentelle Bestätigung zu glauben.

    also gehe ich davon aus, dass Du Dir nicht die Mühe machen wirst, diesen Bestätigungen im Internet hinterher zu recherchieren. 🙂

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Mir ist nicht bekannt, dass experimentell bestätigt ist, dass die Tatsache, dass ein Baum gegen den man fährt, sich relativ zu einem bewegten Beobachter anders verhält. Von Bewegung kann man überhaupt nur sprechen, wenn man die Kategorien Raum und Zeit schon voraussetzt. Wenn du von dem allem überzeugt bist, dann sag mir doch, wie lange man unterwegs sein muss um einen Tag jünger zu sein und warum die Reisestätigkeit eienes Menschen etwas ab seinem Alterungsprozess ändern sollte? Und wie lange die Erde noch braucht um auf ihrer Bewegung durch das All zu einem schwarzen Loch zu schrumpfen und warum das alles keine berechtigten Fragen sind. Warum dehnt sich die Zeit bei Einstein weiter aus, auch wenn das Raumschiff auf dem Rückflug ist und sich die Zeit relativ zu dem angeblich ruhenden Zeitgenossen eigentlich verkürzen müsste. Außerdem kann man an der Zeit selbst nichts ändern, sondern nur an der Zeimessung. Eine Sache und die Wahrnehmung einer Sache sind nicht das selbe. Ich höre immer nur, auch von dir, dass es Experten angeblich besser wissen aber selten eine Antwort auf eine Konkrete Frage. Wer an etwas glaubt, sollte selbst dafür einstehen und argumentieren können und sich nicht hinter „Expertenwissen“ verstecken. Aber vielleicht sehe ich es ja noch ein. Vorerst mache ich mich bei den „Ketzern“ schlau, das ist eine gut evangelische Angewohnheit.

      Antwort
      1. Yeti

        Ich werde versuchen, auf diese umfangreichen Fragen meine Gegenfragen zu stellen (mehr kann ich auch nicht, da ich ja kein Physiker bin, sondern Elektrotechniker/Programmierer) – ich hoffe, dass ich bis morgen am Abend eine Antwort auf meinem Blog fertig habe.

        Im übrigen haben die sogenannten „Ketzer“ manchmal eine ganze Menge neuen Wind in die Sache gebracht, schade ist nur, wenn man das in einer getrennten Art und Weise tun muss 😉

  4. Yeti

    was die theologischen Aspekte der Relativitätstheorie betrifft, kenne ich mich nicht aus, bin aber der Meinung, dass sie meinem Glauben (röm.-kath.) nicht widerspricht

    Antwort

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