Spätfolgen des Mauerfalls

Hätte man vor zwei Jahren behauptet, wir würden flächendeckend von amerikanischen Geheimdiensten ausspioniert, wäre man als unverbesserlicher Verschwörungstheoretiker bezeichnet worden.

Warum wird aus einer Tatsache, die auch nur zu erwähnen verboten war, über Nacht in der veröffentlichten Meinung ein Dauerthema in den Topmeldungen?

25 Jahre nach dem Mauerfall wird die gesamtdeutsche Realität auch im Westen der Republik wahrgenommen. Die Staatssicherheit ist allgegenwärtig.

Der Unterschied zwischen den beiden Systemen im kalten Krieg war lange nicht wo groß, wie er schien. In beiden Fällen manipuliert und kontrolliert eine immer kleiner werdende Minderheit den großen Rest.

Mein Verdacht ist: Wir sollen uns der Tatsache der uneingeschränkten Kontrolle bewusst werden. Edward Snowden, der ja bekanntlich ein ehemaliger? Mitarbeiter der NSA ist, hilft uns dabei.

Auch der „real existierende Sozialismus“ in der DDR, der Sowjetkommunismus und der Faschismus lebten unter anderem davon, dass den jeweiligen Untertanen die angsteinflößende Allgegenwart der Staatsicherheit bewusst war.

Die veröffentlichten Meinungen im öffentlich-rechtlichen Staatsfernsehen sorgen dafür, dass uns diese keineswegs neue Realität mehr und mehr bewusst wird.

Es bleibt nur noch eine bange Frage: „Was kommt als Nächstes?“

 

 

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