Die Gegenreformation in der Physik

Vor der Reformation war die Wahrheit nur mittelbar zu erkennen. Zwischen der Erkenntnis der Wahrheit und dem erkennenden Subjekt stand die Kirche vertreten durch eine Priesterkaste.

Nur die Kirche und in ihrem Auftrag die geweihten Priester hatten direkten Zugang zum Heil. Nur durch die Vermittlung des Geistlichen konnte das Individuum am Heil und an der Erkenntnis Gottes teilhaben.

Deshalb war das Priestertum und das Amtsverständnis der katholischen Kirche eines der Hauptangriffsziele der Reformation.

Die Wahrheit wurde in der neuen Lehre für jeden einzelnen direkt, ohne Vermittlung durch eine Institution zugänglich gemacht. Einzige Richtschnur sollte die Heilige Schrift sein, die deshalb in die jeweilige Muttersprache der Gläubigen übersetzt wurde.

Damit war das Programm der Aufklärung und der Selbstaneignung der Welt schon vorgezeichnet.

Seit der Dogmatisierung der Relativitätstheorie vor über hundert Jahren erleben wir nun den genau umgekehrten Prozess In der modernen Physik.

So gut wie nichts, von dem was da behauptet wird, ist für den gesunden Menschenverstand eines durchschnittlichen Bürgers nachvollziehbar.

Dem Einwand, diese Theorie widerspreche aller Erfahrung und bisher praktizierter Begriffsbildung wird häufig entgegengehalten, dass die gewöhnliche sinnliche Wahrnehmung nicht dazu in der Lage sei, die Welt richtig zu verstehen sondern dass dies allein den „Wissenschaftlern“ mit ihren exklusiven Methoden der Erkenntnisgewinnung möglich sei.

Die Wahrheit wird wieder zu einer besonderen Heilslehre zu der nur die Eingeweihten Zugang haben. Den Durchschnittsmenschen bleibt nur noch die Möglichkeit, die Wahrheit, wie sie verkündet wird, zu glauben.

Die Experimente, die die Wahrheit stützen sollen, können, wenn überhaupt, auch nur von „Wissenschaftlern“ aus der selben Kaste überprüft werden.

 

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5 Gedanken zu „Die Gegenreformation in der Physik

  1. medienillusion

    Die Wahrheit kann nicht durch Wissenschaften erklärt werden. Jeder Versuch dessen schneidet automatisch immer Argumente ab, die man mit in die Betrachtung einbeziehen müsste. Weil man das nicht tun kann, denn die wirkliche Wahrheit ist einfach zu komplex, führt Wissenschaft unweigerlich in die Lüge.

    Antwort
      1. medienillusion

        Gute Frage. ❤ Keine Wissenschaft würde von sich behaupten, sie würde die Lüge produzieren. Dennoch erhält sie jeweils den Auftrag Wege und Methoden zu finden, die Natur zu kopieren, zu umgehen, oder besser zu sein, als es die Natur je war. Sie wird dann immer eine Lüge sein, wenn sie die Natur nicht so anerkennt, wie sie ist. Die wird zur Wahrheit, wenn sie die Natur nicht verändern möchte.

      2. hansarandt Autor

        Im Prinzip gebe ich dir recht. Hegel sagt, die Wissenschaft hat die Aufgabe die Antwort auf die Frage, was die Sache ist zu geben und nicht auf die Frage, was die Sache sein soll. So als ob die Natur darauf gewartet hätte, das einer kommt und ihr sagt wie sie sein soll, aber nicht ist.
        Trotzdem kommen wir nicht darum herum, die Natur auch zu verändern, ja sogar zu vernichten, indem wir uns z. B. ernähren. Selbst als Veganer können wir dieser Tatsache nicht aus dem Wege gehen.
        Zu deinem ersten Kommentar wollte ich noch anmerken, dass die Wissenschaft dadurch definiert ist, dass sie Wissen schafft. Wissen heißt zu wissen ob etwas zutrifft oder nicht zutrifft, ob etwas wahr oder nicht wahr ist.
        Also setzt der Begriff des Wissens bereits den Begriff der Wahrheit voraus. Deshalb kann es keine Wissenschaft geben, die nicht wenigstens behauptet, wahre Aussagen zu machen.
        Wahre Aussagen sind aber nur möglich, wenn sie prinzipiell auch falsch sein können, sonst könnten sie nicht wahr sein. Die Wahrheit, wie jeder Begriff enthält notwendig sein Gegenteil.
        Dieser Gedankengang erübrigt sich aber durch deinen zweiten Kommentar.

      3. medienillusion

        Ich will nicht immer Recht haben. Aber Du triffst mit Hegel den Nagel auf dem Kopf.
        Ich wollte nicht näher auf den philosophischen Begriff von „Wahrheit“ eingehen, weil es diese Wahrheit nicht gibt. Jeder kann behaupten, was er will. Solange niemand das Gegenteil beweist, ist es die Wahrheit.
        Die Wissenschaft geht noch einen Schritt weiter, indem sie meint, dass das Wissen nachprüfbar, beweisbar, oder widerholbar sein muss.
        Damit wird z.B. nicht die Telepathie, nicht der frequenziale Einfluss der Gestirne auf das Leben, oder der Einfluss des Lichtes auf das Leben erfasst.
        Nicht das Licht ist am schnellsten, sondern der Gedanke.
        Natürliche Mechanismen werden sogar völlig ignoriert. Weil die Wissenschaft den Auftrag hat, nicht die Natur zu erklären, sondern sie zu monetarisieren, wird Wissenschaft zur Lüge.

        Die Natur stellt alles in unbegrenzter Vielfalt kostenlos zur Verfügung. Damit kann die Industrie jedoch weniger anfangen, als mit der reproduzierten Natur.
        Damit beginnt die Vergiftung im Geiste (falsche Ideologie) und letztlich die körperliche Vergiftung.

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