Schrödingers Katze

Ich lese gerade das Buch „Schrödingers Katze“ von John Gribbin, der versucht die Quantentheorie zu erklären. An die Naturwissenschaftler unter meinen geneigten Lesern hätte ich folgende Verständnisfragen:

Wenn ich Gribbin richtig verstanden habe, sagt er, dass die Atome und schon gar die Teilchen im Kern und noch kleiner die Elektronen größenmäßig um einige Zehnerpotenzen weiter von unserem Erdball entfernt sind als anders herum das Größenverhältnis und die Entfernung der Erde zum ganzen Universum.

Frage: Wenn davon die Rede ist, dass in Experimenten einzelne Teilchen sich so und so verhalten, kann man sie dann tatsächlich einzelnen manipulieren und beobachten oder beobachtet man immer nur das statistische Verhalten einer sehr viel größeren Menge einzelner Teilchen und rechnet dann das Ergebnis auf die Ebene der Teilchen herunter, die selbst nicht beobachtbar und isolierbar sind?

Die Quantentheorie ist für mich völliges Neuland. Sie soll einerseits die Basis für moderne technische Entwicklungen wie den Laser und die Halbleitertechnologie sein und zieht andererseits die Esoteriker an, wie die Motten das Licht. Sie meinen der Quantentheorie den wissenschaftlichen Beweis für die Unsterblichkeit der Seele, die Wiedergeburt und die Telepathie erkennen zu können.

Bemerkenswert fand ich auch die Aussage, dass relativitätstheoretisch ein Photon, das sich in Lichtgeschwindigkeit bewegt, subjektiv keine vergehende Zeit kennt.

Die Uhren in einem mit Lichtgeschwindigkeit bewegten Körper bleiben in der Relativitätstheorie stehen. Das Photon ist dann gleichzeitig an jedem Ort des Universums, nur uns kommt es so vor, als sei es Lichtjahre lang unterwegs gewesen. Dem Photon kommt es so vor als sei gar keine Zeit vergangen, obwohl es Lichtjahre unterwegs war.

Das Photon hätte dann göttliche Eigenschaften. Es wäre stets und ständig überall. Luther hat das mal die Ubiquität Gottes genannt, die sich wie von Geisterhand auch im Brot des Abendmahls manifestiert.

Die Katholiken halten es lieber mit Heisenberg und sagen, dass der Priester als vermeintlicher Beobachter des Heilsgeschehens in Wirklichkeit das Geschehen der Wandlung mit beeinflusst.

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2 Gedanken zu „Schrödingers Katze

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