Zur Logik der Interferenz

Wenn ich den Versuchsaufbau des Experimentes von Michelson/Morley richtig verstanden habe, dann gibt es in der Versuchsanordnung keine relative Bewegung zwischen den Lichtquellen (Lichtemmitenten und Spiegeln) und dem Empfänger, der die Interferenzstreifen sichtbar macht. Wenn das so wäre, dürfte man auch keine Bewegung in den Interferenzstreifen erwarten und alle Probleme wären gelöst.

Dumme Frage:

Gibt es eine relative Bewegung zwischen Lichtemmitent und Empfänger in dem Experiment von Michelson und Morley?

Zwar legt das Licht in der Anordnung unterschiedliche Entfernungen zurück, was zu den Interferenzstreifen führt. Bewegt wird aber nur die ganze Versuchsanordnung, die beiden relativen Entfernungen zwischen Emmitent und Empfänger bleiben immer gleich, deshalb verharren auch die Interferenzstreifen an der gleichen Stelle.

Also noch mal die Frage:

Gibt es im Experiment von Michelson und Morley eine relative Bewegung zwischen Lichtemmitent und Empfänger?

Es gibt sogar eine Möglichkeit auch in einer festen Versuchsanordnung die Interferenzstreifen in Bewegung zu versetzen, wenn man die ganze Anordnung senkrecht zur Erdoberfläche rotieren lässt wie folgendes Experiment zeigt:

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14 Gedanken zu „Zur Logik der Interferenz

  1. Kardinal Novize Igor

    Das hab ich dir aber schon geschrieben: JA!!!

    Das war eines der weiteren MM-ähnlichen Experimente. Man hat das Michelson-Morley-Experiment mit Sternenlicht durchgeführt. Ergebnis natürlich: siehe meine ungefähr 1000 Antworten.

    Frage gestellt, Frage beantwortet. Zum 20. Mal.

    Lieber Hans, stimmt schon, dumme Fragen gibt es nicht. Aber ermüdende Fragen schon, wenns nämlich dauernd nur die gleiche ist.

    Warum kaufst du dir nicht endlich ein Physikbuch?

    LG KNI

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Aber das Sternenlicht kommt doch definitiv ein Lichtjahr später bei mir an, wenn ich ein Lichtjahr weiter entfernt bin. Also ist der Empfang des Sternenlichtes von meinem (Bewegungs-)zustand bzw. meiner relativen Entfernung von Lichtemitenten abhängig. Wie willst du das bestreiten? Oder mit welchem Argument willst du das bestritten haben, in welchem Blogbeitrag?

      Ich schau auch gerne selber noch mal nach.

      Antwort
    2. hansarandt Autor

      Tut mir leid, ich habe eine Antwort von dir auf diese Frage nicht gefunden. Wenn das Licht unabhängig von der relativen Entfernung des Beobachters, die sich durch die Bewegung des Beobachters selbst verändern kann) hätte das Licht gar keine Geschwindigkeit, weil eine Geschwindigkeit den Weg, den ein Objekt zwischen zwei relativ voneinander unterschiedenen Punkten innerhalb einer bestimmten Zeit zurücklegt. Hinter welchen „Sternen“ soll das anders sein?

      Antwort
      1. hansarandt Autor

        A1:
        Das Licht breitet sich unabhängig von der Bewegung der Lichtquelle aus. Das ist empirisch richtig.
        A2:
        Das Licht kommt abhängig von der relativen Bewegung des Empfängers beim Empfänger an. Das ist auch empirisch richtig
        Daraus folgt:
        Licht ist zwar von der Bewegung der Lichtquelle, nicht aber von der Bewegung des Lichtempfängers abhängig.
        A3:
        Das Relativitätsprinzip verlangt, dass alle Bewegungen gleichwertig sind und nur relativ zueinander betrachtet werden dürfen.
        Da in allen Gedankenexperimenten dem Beobachter-, dem Empfänger des Lichtes, eine zentrale Rolle zukommt und alle Aussagen der RT von seiner Beobachtung abhängig sind, entsteht hier ein Widerspruch.
        Wenn die Theorie stimmt, dann müsste A2 falsch sein.
        A2 ist aber empirisch richtig.

    3. hansarandt Autor

      Ich lese ein Pysikbuch nach dem anderen. Das sind aber keine Physik-Lehrbücher sondern nachdenkliche Physikbücher, von Menschen die über diese Fragen schon mehrere Bücher geschrieben haben und schon sein Jahrzehten darüber nachdenken und Diskussionen führen.
      Ich bin halt Protestant und habe es nicht so mit Lehrmeinungen. Ich finde diese Typen interessanter, die sagen, hier stehe ich und kann nicht anders.

      Antwort
      1. Kardinal Novize Igor

        Wer der Meinung folgt, dass alle Lehrmeinung falsch ist, folgt einer Lehrmeinung. Einer ziemlich pathetischen obendrein.

      2. hansarandt Autor

        Ganz im Gegenteil ich verhalte mich so, wie jeder anständige Naturwissenschaftler sich verhalten sollte. Ich unterziehe Hypothesen einer logischen und empirischen Überprüfung.

  2. Kardinal Novize Igor

    Die eine Frage habe ich dir beantwortet. Die Frage nach der Entfernung der Lichtquelle ist wieder eine andere. Hat aber damit nix zu tun. Überleg dir das mal selber!

    LG KNI

    Antwort
  3. hansarandt Autor

    Ich folge gar keiner Lehrmeinung, ich stelle lediglich dumme und freche Fragen auf die ich noch keine für mich befriedigenden Angtworten gefunden habe. Vielen Dank noch mal, dass Du dir so viel Zeit mimmst, für mich verständliche Antworten zu finden.

    Antwort
  4. Kardinal Novize Igor

    Ach, befriedigende Antworten gibts doch in der Physik nicht! Denn selbst wenn ich eine neue Theorie erstellen würde, und da könnte ich dann irgendwas tolles berechnen….selbst wenn ich das neue Medikament XY entwickelt hätte…..so ist das doch alles irdisch. Inwiefern sollte mich das glücklich machen??

    …..befriedigend ist nur die Schau Gottes.

    mit Wahrheit meint Jesus was anderes als die irdischen Wahrheiten, so viel weiss ich…

    vielleicht suchst du also in dem RT Thema eine Befriedigung – Frieden- den du da aber nicht finden kannst? Vielleicht spürst du intuitiv, dass es um alle diese Wahrheiten nicht getan ist? Dann wäre aber die Sache jene: im physikalischen Sinne sind jene Dinge natürlich „wahr“, aber aus dieser Wahrheit erwächst noch kein Glück.

    Manchmal scheint es mir, als würdest du das beweisen wollen, aber dann müsste man freilich den Raum der Physik nach oben hin verlassen….

    und dieses „verlassen“, so weit glaube ich die Mystiker verstanden zu haben, erfolgt aus einer Verschachtelung von Akzeptieren und Hinnehmen (nicht im Sinne einer Kritiklosigkeit, im Sinne einer Gelassenheit) einerseits, und über den Dingen stehen andererseits.

    LG KNI

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Ich sehe das eher sportlich. Das Ganze ist ein Spiel. Christoph zum beispiel hat keine Lust mehr zum Spielen, kann ich verstehen. Spielen ist eine freiwillige Angelegenheit und wenn sie das nicht ist, ist es kein Spiel mehr.
      Ich persönlich finde immer meinen letzten Zug am interessantesten und freue mich auf jeden der mitspielt. Im übrigen bin ich der Meinung, dass es für unser beider Leben völlig unerheblich ist, ob Einstein recht hat oder nicht. Wenn er aber unrecht hat, lohnt es sich der Sache nachzugehen. Ist nicht Jesus auch immer für das Recht und gegen das Unrecht eingetreten?

      Antwort
  5. Kardinal Novize Igor

    Uiiii, da begibst du dich aber auf Glatteis, dem ich nicht folgen will.

    Man kann die RT für richtig halten, gut; man kann sie für falsch halten, auch gut;

    aber daraus abzuleiten einer von beiden wäre „im Recht“ also moralisch gut, der andere „im Unrecht“, also böse, halte ich für gefährlich und für jenseitig. Jesus verwendet aber NUR den moralischen Rechhtsbegriff; um nichts anderes geht es ihm.

    Irgendwie nährt das meinen Verdacht, dass du, warum auch immer (auf diese Frage gehst du nie ein!), Physik und Religion vermanschst. Das aber ginge zu Lasten der Religion, es wäre ein Rückschritt ins inquisitorische Zeitalter. Ja, wie damals scheint es mir auch jetzt zu sein: irgendeine Emotion (Angst?) hemmt sowohl das weltanschauliche Verständnis, als auch die gelassene Gottschau – dass dieser von der Welt unabhängig ist, und nicht durch diese oder jene physis vom Thron gestürzt werden kann.

    Ich hätte mich eher gefreut, mit einem Theologen über Religiöses zu sprechen; stattdessen drehen wir uns in den Niederungen der Physik. (bezieht sich auch auf die Art, wie wir uns da drehen…)

    Wenn dich aber die Emotion (welche?) immer im Kreis drehen lässt, so muss ich dir jetzt sagen, dass dies nicht die meine Emotion ist. Aus diesem Grunde nimmt jenes „Spiel“, von dem ich glaube, dass es langsam zu viel Zeit verschwendet, und uns daher nicht gut tut, einen unverhältnismässig großen Platz ein. Abgesehen davon wird es mir langsam auch langweilig (siehe oben).

    Es geht mich natürlich nichts an, aber an deiner Stelle würde ich mich fragen, was dich in diesem physikalischen Hamsterrad gefangen hält. Solltest du wieder mal was Religiöses schreiben, werde ich wieder vorbei schauen,

    bis dahin schicke ich meinen respektvollen Abschiedsgruß.

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Schade, aber voll in Ordnung. Ich werde weiter Deinen Blog mit Interesse verfolgen und bin nach wie vor sehr begeistert von Deinen Gedanken zum Thema Abklärung. Wie gesagt, ich hatte das Thema Einstein schon zu den Akten gelegt und dann durch Deine und Christophs Kommentare hat es mich doch wieder gereizt. Wie du sicher schon gemerkt hast, interssiere ich mich auch für andere Themen. Einen post wollte ich heute Abend reinstellen, und dachte das passt nicht auf die Seite.Da Du dich für religiöse Themen interessierst, jetzt als Kommentar für Dich.
      Ich singe in einem weltlichen Chor.
      Unser Chorleiter, ein Pfarrerssohn, wir üben gerade eine vorzügliche Messe, die ein Österreicher komponiert hat, sagte zu mir heute abend Folgendes:
      Es ging darum, ob eine andere Chorleiterin, die bei der Kirche als Kirchenmusikerin arbeitet, statt ihm die Messe dirigieren soll, weil er selbst die Orgel spielt.
      Ich sagte: Die Uschi ist ein frommes Mädchen, die wird keine Schwierigkeiten haben, eine Messe zu dirigieren.
      Er sagte: Wieso ist sie ein frommes Mädchen? Wer in der Kirche arbeitet, muss deswegen noch lange nicht fromm sein.
      Als ich nach Hause kam wollte ich folgenden Post auf meinen Blog setzen:
      Fromme Protestanten:
      Es soll Kirchenvorstände in der Evangelischen Kirche geben, die fest davon überzeugt sind, das „fromme“ Christen nichts in ihrer Kirche verloren haben.
      Gleichzeitig wundern sie sich, warum kaum noch jemand ihren Gottesdienst besucht.
      Ich hatte die Gelegenheit, einen ehemals anglikanischen Bischof in London kennen zu lernen. Er war wie viele andere Geistliche von der Anglikanischen zur Katholischen Kirche übergetreten. Er erklärte es mir auf die folgende Weise:
      Es ist nicht wie sie denken, es hat nichts mit dem Priestertum für Frauen und nichts mit der Segnung Homosexueller zu tun.
      Er sagte: Die Anglikanische Kirche hat den Charme eines Einwohnermeldeamtes. Ich wollte wieder in einer Kirche sein.
      Nachdem ich auf einer Fortbildung katholische und anglikanische Kirchen besucht hatte, wusste ich was er meinte.
      Morgen werde ich ein katholisches Requiem besuchen weil eine wichtige Persönlichkeit in unserem Dorf verstorben ist. Ich freue mich schon darauf.

      Antwort

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