Traurige Wahrheit

Es gibt einen Ort auf der Welt, an dem es ganz sicher keine Atheisten gibt:

Im Schützengraben!

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11 Gedanken zu „Traurige Wahrheit

      1. Herr Jonas IV.

        „Hoffen“ und „Beten“ sind verschiedene Sachen. „Beten“ ist etwas, was (z.B.) an Gott gerichtet und somit nicht atheistisch ist.
        Ein Atheist kann somit zitternd und fröstelnd im Schützengraben liegen und hoffen, dass das alles bald ein Ende hat, aber TROTZDEM nicht an Gott glauben.

        Ihr Sprüchlein hätte besser so lauten können:

        „Es gibt einen Ort auf der Welt, an dem Atheismus immer rascher schwindet:
        Im Schützengraben!“

        Das würde vielleicht schon etwas mehr der Wahrheit entsprechen, da es weniger verallgemeinernd ist, aber dennoch dieses Phänomen der hilflosen „Spontan-Religiosität“ aufgreift.

      2. hansarandt Autor

        Ich glaube im Schützengraben ist kein Platz für philosophische spitzfindigkeiten, da geht es um das nackte Überleben.

        Das ist wie unter der Folter, da ist man auch gerne bereit, jeden noch so festen Glauben zu widerrufen und jeden anderen noch so unsinnigen Glauben anzunehmen, wenn nur die geringste Ausicht besteht, dass der Schmerz nachlässt.

      3. Herr Jonas IV.

        Ich glaube nicht, dass jeder den „neuen Glauben“, den er unter Folter anzunehmen vorgibt, tatsächlich und mit voller Überzeugung „glaubt“.

        Außerdem hat das nichts mit „philosophischen Spitzfindigkeiten“ zu tun. Sondern nur mit der eigenen, tiefen Überzeugung; dem individuellen „Glauben“.
        Ein Atheist wird vielleicht Trost suchen, indem er an seine Familie denkt oder versucht ganz „abzuschalten“. — Auch wenn das nicht zum „nackten Überleben“ beitragen muss, genau so wenig, wie der Gottesglaube.

        Ich verstehe nicht, warum Ihrer Meinung nach akute Lebensbedrohung zwangsläufig bei jedem Individuum den Glauben an Gott evozieren muss.

      4. hansarandt Autor

        Ich sage ja nicht, dass etwas so oder so sein „muss“. Ich meine das eher deskriptiv, dass es sehr warhscheinlich so ist.
        Natürlich steht es jedem frei Atheist zu sei, schließlich war ich das selber jahrzehnte lang. Ich habe großen Respekt vor Atheisten. Manchmal stellen sie sich Glaubensfragen sehr viel ernsthafter als gläubige Menschen, manchmal, nicht immer. Ich selber bezeichne micht auch heute noch als auf eine „bestimmte Art als einen Agnostiker“ näheres dazu auf der Seite:
        https://hansarandt.wordpress.com/mein-glaube/

      5. Herr Jonas IV.

        Doch, das schrieben Sie: Wenn etwas „ganz sicher“ ist, dann heißt dass, dass es so sein „muss“.
        Ihr oben stehender Beitrag ist absolut formuliert.

        In Ihrem Beitrag „Mein Glaube“ lehne ich besonders den „2. Glaubensartikel“ ab. Speziell den Zusammenhang des Menschen mit Gott und die „Trinität“ des Menschen (Körper; Seele; Geist) und die Existenz von so etwas wie (absolut/grundsätzlich) „Bösem“.

        Es könnte sein, dass sie als gewissermaßen gläubige Person sich einfach nicht vorstellen können, dass jemand keine „natürliche Religiosität“ (oder wie man es nennen mag) in sich verspürt.

  1. hansarandt Autor

    Es wäre ja fatal, wenn man von Gott nur etwas im Schützengraben erfahren könnte. Sein wir also gnädig und lassen ihn da raus. Sagen wir es profan: Im Schützengraben hat sich noch fast jeder in die Hosen gemacht und wenn er sich nicht in die Hosen gemacht haben sollte, dann ging es ihm auch nicht viel besser, wahrscheinlich musste er kotzen als direkt neben ihm der Schädel seines besten Freundes wegflog. Ist das jetzt relativer oder auch noch zu absolut?
    Zu meinem Glauben:
    Dass es einen Zusammenhang zwischen Mensch und Gott gibt, bestreiten auch die Atheisten nicht. Sie halten mit Ludwig Feuerbach Gott für eine Erfindung des Menschen. Dass es Milliarden von Menschen auf der Welt gibt, die an irgend einen Gott glauben ist auch nicht zu leugnen. Tiere sind soweit wir das beurteilen können tatsächlich nicht religiös. Mit welcher Begründung wollen sie den Zusammenhang zwischen Gott und Mensch bestreiten?
    Zur „Trinität“:
    Es mag zwar seelenlose und geistlose Menschen geben, was traurig genug ist. Körperlose Menschen sind mir noch nicht begegnet. Wer wollte auch körperlos, seelenlos und oder geistlos sein, Sie vielleicht?
    Von welcher Welt reden Sie, in der das Böse nicht „existiert“? Die Welt in der Sie und ich leben, kann es jedenfalls nicht sein.
    Ich weiß nicht, was sie sich unter „natürlicher Religiosität“ vorstellen. Ob wir es wollen oder nicht, das meiste müssen wir glauben. Wir müssen glauben, dass wir geliebt werden, dass wir nicht betrogen werden, das der Boden unter unseren Füßen hält und dass die Sonne morgen früh wieder aufgeht. Sicher wissen können wir das alles nicht.

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Anscheinend ist für manche Leute nichts so verunsichernd wie die Behauptung, dass sich irgend jemand irgend einer Sache sicher sein kann. Manche Menschen scheinen sich nur dann sicher zu fühlen, wenn sie sicher zu wissen meinen, dass alles aber auch wirklich alles unsicher ist. Besonders verunsichernd sind dann Menschen die eine Meinung haben und dazu auch stehen und sie gegen Widerstand verteidigen. Wer sich nicht festlegen will, bleibt in der Luft hängen und wird mit dem nächsten Wind wohin auch immer forgetragen.

      Antwort

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