Veräppeln kann ich mich selber

bei meinen Studien über die vergangenen Revolutionen bin ich mehr und mehr zu der Überzeugung gelangt, dass nicht, wie vielfach behautet wird, ein ursprünglich guter Gedanke, wie die Freiheit oder Gleichheit, nach der Revolution allmählich in sein Gegenteil verkehrt wurde, sondern dass die historischen Revolutionen von Anfang an anderen, verdecken Zielen gedient haben.

Revolutionen dienen vor allem dem Zweck die alte Elite durch eine neue zu ersetzen. Gelingt eine Revolution, tritt genau dies ein.

Eine Revolution kann auch um ihrer selbst willen initiiert werden, um ein Land zu destabilisieren, gewinnt man doch so einen Vorwand, in einem fremden Land mit der Begründung, wem auch immer helfen zu wollen, militärisch einzugreifen.

Manchmal begnügt man sich mit der Destabilisierung selbst.

Auch die Revolutionen gehen selten vom Volk selbst aus, sondern sind wesentlich von Kräften außerhalb des jeweiligen Landes mit beeinflusst.

Das ist in Syrien der Fall, das war und ist in Afghanistan der Fall und in Jugoslawien und im Spanischen Bürgerkrieg im letzten Jahrhundert.

Lenin wurde vom deutschen Geheimdienst nach Russland verbracht und Trotzki vom amerikanischen Geheimdienst. Über die Hintergründe der Kulturrevolution in China weiß ich zu wenig, aber auch da wurden Interessen sicher nicht ausschließlich von Chinesen verfolgt.

Kurzum die Revolutionen sind wesentlich schlechter als ihr Ruf. In Wahrheit sind sie Kriege unter falscher Flagge.

Auch teile ich die Auffassung nicht, dass es ohne Revolutionen keinen Fortschritt gäbe.

In den letzten Jahrzehnten seit 1968 wurden hierzulande nahezu alle wesentlichen Grundüberzeugungen erst in Frage und dann auf den Kopf gestellt, ohne dass es nennenswerte gewalttätige Auseinandersetzungen geben hat.

In England und in anderen westeuropäischen Monarchien haben die gleichen Demokratisierungsprozesse stattgefunden, wie in den durch Revolutionen von ihren Herrscherhäusern „befreiten“ westlichen Staaten auf dem Kontinent.

In den östlichen Staaten hat die Revolution der Bolschewisten, weder die Demokratie noch die Freiheit gebracht.

Einschränkend muss man sagen, dass es auch in den westlichen Staaten mit oder ohne König(in) mit der Demokratie und der Freiheit lange nicht so weit her ist, wie es vordergründig scheint.

Im Alltag überwiegt, die Erfahrung, dass weder der Einzelne aus dem Volk noch eine organisierte Gruppe aus dem Volk irgendetwas nennenswertes an der Politik ändern kann.

Auch Wahlentscheidungen, die eine andere politische Kraft in die Verantwortung heben, verändern selten bis nie die Leitlinien der Politik.

Nicht selten findet genau der umgekehrte Prozess statt. Die CDU-Regierung, nicht die Grünen schalten sieben Atomkraftwerke ab, ein CDU-Verteidigungsminister, nicht die „Vaterlandslosen Gesellen“ von der SPD schaffen die allgemeine Wehrpflicht ab und es war eine von der SPD und den vormals friedensbewegten Grünen geführte Regierung, die den ersten militärischen Kampfeinsatz der Bundeswehr in Jugoslawien nach dem zweiten Weltkrieg angeordnet hat.

Auf dem Hintergrund dieser historischen Tatsachen, sollte man am besten die Partei wählen, deren Programm man am wenigsten teilt. Das erhöht die Chance das die gewünschte Änderung tatsächlich eintritt.

Ich habe den dritten Weg gewählt. Er führt an keiner Wahlurne mehr vorbei. Veräppeln kann ich mich selber……

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