Das Größte aber ist die Liebe

Neudeutsch wurde der Begriff der Liebe, wie wir ihn vom Neuen Testament her kennen, durch den Philosophen Quine unter dem Terminus Charity in die wissenschaftliche Diskussion eingebracht.

Unter Charity versteht man das Bemühen um einen am Ende möglichst weitgehenden Konsens als logische Basis für jede Verständigung und jedes gegenseitige Begreifen.

Die Kritik kann das erste Wort haben und vielleicht auch das letze, aber diese nicht ohne Charity, ohne einander zuneigendes Bemühen um Gemeinsamkeit.

Der Apostel Paulus hätte es nicht schöner ausdrücken können und auch Hegel wagt es in diesem Zusammenhang noch von Liebe zu sprechen.

Wir sind gegen andere und gegen uns selbst kühler geworden  und sprechen etwa mit Richard Rotry von Solidarität in einer Kulturgemeinschaft, der humanen Welt.

In der Religion, der Theologie und der Philosophie finden wir nach Hegel metaphorische Artikulationen der Idee der Menschheit und des Projektes der humanen Welt.

Der absolute Geist von dem Hegel spricht, sind wir dabei selbst, soweit wir als Gemeinschaft dieses Projekt entwickeln. Nicht weil er in voraufgeklärte Zeiten zurück will, korrigiert Hegel die Religions- und Theologiekritik der Aufklärung, sondern weil dieser die Bedeutung der Tradition entgeht.

Diese Gedanken folgen im Wesentlichen und teilweise wörtlich dem Buch, Philosophie des Selbstbewusstseins von Pirmin Stekeler-Weithofer Seite 99-101

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