Moderne Metaphysik

Die metaphysischen Glaubenssysteme des Rationalismus, der Scholastik und die leider um sich greifende Meinungsphilosophie der Gegenwart, nach der jeder seine eigene Theorie zu allerlei Themen produziert und argumentativ verteidigt, haben dieses gemeinsam, dass sie die formaldeduktive Konsistenz eines Satzsystems für ausreichend halten, um es als mögliche Artikulation realer Verhältnisse oder überhaupt als sinnvoll anzusehen.

Das gemeinsame Problem klassischer und gegenwärtiger Metaphysik besteht darin, dass man sich mit dem Aufweis der Konsistenz einer Theorie für begnügt, um seinen persönlichen Glauben an die Theorie für sinnvoll zu halten.

Konsistenz und Kohärenz sind aber nur notwendige Bedingungen. Ihre Nichterfüllung ist Ausschlusskriterium  nur aufgrund einer ganz bestimmten Form von Falschheit.

Der Obige Satz ist ein Zitat aus dem Buch, Philosophie des Selbstbewusstseins von Pirmin Stekeler-Weithofer S. 80

Ich habe ihn ausdrücklich nicht in Anführungszeichen gesetzt, weil ich seine Meinung teile.

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