Die Islamisierung des Abendlandes hat längst stattgefunden

Einstweilen tarnt sich der neue Islamismus noch als abendländischer Szientismus.

Der abendländische Szientismus geht davon aus, dass die Gesetze der Natur in einem quasi himmlischen Buch aufgeschrieben seien, die nur darauf warten, von den Szientisten entdeckt zu werden, um sie anschließend als vermeintlich ewige Wahrheit zu verkünden, so als handele es sich um Offenbarungen, die den besonders begnadeten Szientisten zu teil geworden wären.

Man erkennt hier unschwer die heilige Lehre des Islam, der von einer solchen ewig gültigen Offenbarung, dem Koran, ausgeht, die der Propheten Mohammed lediglich verkündet.

Dem Islamismus, wie den abendländischen Szientismus entgeht dabei die Erkenntnis, dass sowohl die angeblichen Worte des Propheten Mohamed als auch die wissenschaftlichen Texte der Szientisten von Menschen gemachte Erzeugnisse sind, die dem historischen- und kulturellen Wandel unterliegen.

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4 Gedanken zu „Die Islamisierung des Abendlandes hat längst stattgefunden

    1. hansarandt Autor

      Ich habe den Islam deshalb ausgewählt, weil er im Zeitgeist als das schlechthinnig zu kritisierende angesehen wird und ich zur reflexiven Selbstkritik in den Naturwissenschaften anregen wollte, was im Übrigen auch Hegel tut. Das Christentum, wie es heutzutage an den Universitäten gelehrt wird, geht nicht mehr von einer Offenbarung aus, sondern davon, dass die Bibel eine von Menschen hervorgebrachte Textsammlung ist, die es historisch kritisch zu interpretieren gilt. Eine besondere Bedutung kommt dabei dem Programm der Entmytologisierung Rudolf Bultmanns zu. Der Naturwissenschat könnte es nicht schaden, wenn sie ihrerseits ihre Wissen einer historisch kritischen Analyse unterzieht und lernt mystifizierungen zu vermeiden. Der Szientismus aber mystifiziert und Hypostasiert die Erkenntnisse der Naturwissenschaft. Deshalb vergleiche ich ihn mit einer Offenbarungsreligion. Auch Hegel wollte schon den Dogmatismus und die Mystifikation der Religion und der Wissenschaft überwenden, indem er ihn bewusst machte, das ist die These Pirmin Stekeler-Weithofers in seiner Philosophie des Selbstbewustseins. Kennen Sie dieses Buch oder den Autor?

      Antwort
    1. hansarandt Autor

      Richtig ist, dass der Islam in Spanien toleranter war als die Reconquista. Insgesamt muss man das Thema aber sehr differenziert betrachten. Toleranz ist auch nicht per se gut. Im Handwerk gilt die Regel, je größer die Toleranz eines Werkstückes ist, desto schlechter ist seine Qualität. Toleranz ist weder das Wahre noch das Schöne noch das schlechthinnig Gute. Toleranz kann gut sein aber auch schlecht. Einer „toleranten“ Lerhrin können die Schulkinder schon mal auf dem Kopf rumtanzen. Ob das gut ist, ist eine ganz andere Frage.

      Antwort

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