Wikikea: Bällchenpädagogik

Die Bällchenpädagogik ist eine am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts in Europa entstandene Philosophie, die sich in Abgrenzung zur Antipädagogik auf der einen Seite und der Schwarzen Pädagogik auf der anderen Seite entwickelt hat.

Die Begründer_in der Bällchenpädagogik ist eine Person Namens Ikea aus Skandinavien. Deshalb wird die Bällchenpädagogik auch allgemeiner als Ikeagogik bezeichnet.

Die Bällchenpädagogen kritisieren an der der Schwarzen Pädagogik deren Überangebot an Normen und Regeln und deren repressiven Erziehungsstil.

Den Vertreter_innen der Antipädagogik werfen sie vor, durch ihren permissiven Erziehungsstil ein Unterangebot an pädagogischen Möglichkeiten für die Heranwachsenden bereit zu stellen und bemängeln, dass auf die Beeinflussung der Kinder in der Antipädagogik ganz verzichtet wird.

Ikea hat in der pädagogischen Diskussion um Leitbilder einen dritten Weg vorgeschlagen. Es komme darauf an, den Kindern ein möglichst buntes und vielfältiges Angebot zu machen.

Die Bällchenpädagogik wendet sich vor allem gegen die zu frühe Festlegungen in der Erziehung. Die Kinder sollen ihre Umwelt als eine Vielfalt von Möglichkeiten begreifen, aus der sei frei auswählen können.

Die Bällchenpädagogik hat sich aus der allgemeinen Theorie der Waren- und Angebotsgesellschaft heraus entwickelt. Um sich in der bunten Vielfalt zurechtfinden zu können, sollte das Kind möglichst früh an eigene Entscheidungen herangeführt werden.

Beispielsweise sei es sinnvoll, wenn die Kinder geschiedener Eltern schon im Kindergarten lernen, selbst zu entscheiden wer von ihren beiden Eltern, an der Weihnachtsfeier im Kindergarten teilnehmen darf.

Auch dürfe ihnen auf keinen Fall eine Religion im Kindesalter nahegebracht werden, da dies die Entscheidungsfreiheit in der Adoleszenz auf unverantwortliche Weise einschränken würde.

Klassische Märchen haben in der Bällchenpädagogik nichts zu suchen, weil sie zu eindeutige und nachvollziehbare Unterscheidungen von Gut und Böse nahelegen und Stiefmütter, Hexen und Monster diskriminieren.

Es komme nicht auf einzelne Vorbilder an, sondern auf möglichst viele und bunte Bilder in sehr kurzer Zeit.

Deshalb werden Zeichentrickfilme in der Erziehung bevorzugt, die sinnfrei, hecktisch und laut sind, um die Kinder für die Anforderungen der modernen Warengesellschaft resilient zu machen.

Ebenso wie in Fragen der Religion wird in der Bällchenpädagogik davon abgeraten, das Kind zu früh auf eine Geschlechtsidentität festzulegen. Das Kind soll später einmal selbst entscheiden, welchem Geschlecht es angehören soll. Wichtig sei es, dem Kind klar zu machen, dass beide Optionen gleichwertig seien. Bekannt geworden ist diese pädagoische Grundposition unter dem Begriff Conchita-Wurst-Prinzip.

Außerdem arbeitet die Bällchenpädagogik darauf hin, die Geschlechtsidentität in eine Genderidentität zu diversifizieren und  zu vervielfältigen. Den Kindern werden Facebookseiten angeboten, die es bei der Anmeldung erfordern, eine Zuordnung zwischen zur Zeit sechzig verschiedenen Gender-Identitäten vorzunehmen. An der Ausweitung dieses Anagebots wird weiter gearbeitet.

Die Eltern, so fordert die Bällchenpädagogik, müssen lernen, ihre Kinder möglichst früh und lange abzugeben um die Kinder nicht in ihrer autonomen Entscheidungsfindung zu beeinflussen.

Wichtig ist, dass die Kinder in ihren elternfreien Zeiten mit einem bunten und möglichst vielfältigen Angebot in Berührung kommen. Bevorzugt werden stundenlanges Fernsehen und Kontakte mit vielen fremden Kindern im Bällchenbad.

Besonders gerne wird es gesehen, wenn die Kinder im Bällchenbad den Boden unter den Füßen verlieren das Gefühl haben unterzugehen oder wild mit den Bällchen um sich werfen.

Kritiker der Bällchenpädagogik meinen darin die Verzweiflung der Kinder erkennen zu können und deuten die wild herumgeworfenen Bällchen als Zeichen für ihren Schrei nach Anerkennung und Aufmerksamkeit.

Die Bällchenpädagogen verweisen auf ihre hochentwickelten Medikamente gegen das sogenannte ADHS-Syndrom, dass Bällchenbadkinder besonders ausgeprägt entwickeln, und auf die vielen differenzierten Angebote in der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Dies trage zur Entwicklung der modernen Dienstleistungsgesellschaft bei und sichere Arbeitsplätze für die Zukunft und sorgt dafür, dass auch in der Warengesellschaft der Zukunft immer genügend kaufwillige Kunden zur Verfügung stehen.

Auch auf die Eltern habe die Bällchenpädagogik einen guten Einfluss, weil sie ihnen die Möglichkeit gibt, sich den wirklich wichtigen Fragen der Lebensgestaltung zuzuwenden und keine unnötige Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Dieser positive Einfluss ist in wissenschaftlichen Untersuchungen gemessen worden und ist direkt proportional zum Umsatz an der Kasse.

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