Erst denken, dann handeln!

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Charles Haddon Spurgeon

(1834 – 1892), englischer Theologe, Baptistenprediger

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15 Gedanken zu „Erst denken, dann handeln!

    1. hansarandt Autor

      Mir scheint, die Gehirrnforscher haben irgend etwas anderes im Kopf als wir. Ein Gehirn kann es jedenfalls nicht sein. Wer den freien Willen bestreiten will, ist geistesgestört und gehört in eine Heilanstalt oder in einen Streichelzoo. Wer ihre Bücher liest, gefährdet seine Gesundheit. Für gewöhnlich kommt es zu nachhaltigen Schäden im Rückenmark.

      Antwort
  1. wgierls

    Mit Verlaub: Ihr Kommentar hat Ähnlichkeit mit der Reaktion der Kirche auf Galileo.Auch wenn ich an einen freien Willen „glaube“, so basieren doch Erkenntnisse der Gehirnforschung auf wissenschaftliche Arbeitsweisen. Man kann „Erkenntnisse“ nach Karl Popper zwar nie verifizieren, sondern nur falsifizieren. Aber dazu bedarf es Argumente.

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Es geht nicht so sehr darum ob es stimmt, sondern darum ob es vernünftig sein kann, den freien Willen zu bestreiten. Wenn sie das ernsthaft wollen, dann leugnen Sie jede Verantwortung. Das können Sie tun, dann denken Sie mal darüber nach, mit wem sie sich alles gemein machen und ob sie das wollen?

      Antwort
  2. Kardinal Novize Igor

    Unabhängig davon, ob es den freien Willenn nun gibt oder nicht:
    : man kann eine Frage nicht einfach dadurch „beantworten“, indem ich mir jene Antwort heraus suche, die mir gerade mal so gefällt:

    Ich kann den freien Willen nicht einfach „dekretieren“, weil ich ihn gerne hätte.

    „Wenn es den freien Willen nicht gibt, dann gibt es keine Verantwortung – deshalb muss es sein, dass es den freien Willen nicht gibt.“ – Nein, muss es nicht.

    Ein Richter, der sein „Urteil“ vorgefertigt hat, bevor der Prozess überhaupt begonnen hat- einen solchen Richter nennt man korrumpiert. „Vor-Urteil“ eben.

    Und ebenso korrumpieren sich alle Arten von Wissenschaftlern (Geistes- Natur- Formal-…) wenn sie die „Antwort“ schon in der tasche haben, weil ihnen eine andere Antwort nicht gefällt….

    „denken Sie mal darüber nach, mit wem sie sich alles gemein machen und ob sie das wollen?“
    -also die Antwort auf eine Frage hängt von irgend welchen anderen Typen ab??

    War es nicht Hegel, der sagte „besser ein kleines Stück der Wahrheit, als ein ganzes verlogenes Paradies“?

    LG KNI

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Wenn es den freien Willen nicht mehr gibt, leben wir in der totalen Diktatur, und da will ich nicht leben, so lange ich noch einen freien Willen habe. Wer den freien Willen abschaffen will, führt zwangsläufig die totale Diktatur ein, wollen Sie sich dem willenlos ergeben?
      (Hegel hat wie immer Recht mit dem Paradies, da bin ich ganz ihrer Meinung)

      Antwort
      1. Kardinal Novize Igor

        Das ist doch nun wieder eine ganz andere Sache.
        In der obigen frage geht es darum, ob der freie Wille Illusion ist oder nicht.

        Und dieser Frage sollte sich auch der religiöse Mensch stellen.

        Ich glaube auch, dass es einen freien Willen gibt, aber: wenn ein anderer diesen Glauben(!) nicht hat, so ist dies keine Frage der Vernunft – sondern eben des Glaubens.

        Oder womöglich eine Frage der genetischen Disposition….

        ….dann würden unsere Gene über unseren Glauben bestimmen..

        Aber, solange man nichts genaues darüber weiss, ist das auch wieder nur ein Glaube…

        LG KNI

      2. hansarandt Autor

        Worin sollte die Würde eines Menschen bestehen, wenn nicht darin, dass man ihn nicht knechtet und ihm seinen freien Willen lässt?
        Wer glaubt, keinen freien Willen zu haben, ist so oder so wahnsinnig, etweder weil er es wirklich glaubt oder weil er sich selbst zerstören will.

      3. hansarandt Autor

        Immanuel Kant hat die Sache mit dem Freien Willen wie folgt gesehen, und ich denke er hat recht:
        Es gibt keine Möglichkeit den Freien Willen zu beweisen (als eine Tatsache) aber es gibt eine Notwendigkeit den Freien Willen anzunehmen, als sei er ein Gesetz, dass wir selbst erschaffen haben. Warum sollten wir ein Gesetz, dass wir selbst erschaffen haben unterlaufen wollen oder mildernde Umstände für den angeblich doch nicht freien Willen in Anspruch nehmen wollen. All dies ist das Thema der Autonomie in der praktischen Vernunft so wi3e Knat sie sieht.

      4. hansarandt Autor

        Haben sie etwas gegen den Glauben?

        „Nur“ Glaube, ist das so etwas wie „nur Hausfrau“?

        Ich liebe Hausfrauen, zum Beispiel meine Mutter! Und mein Glaube ist mir auch sehr teuer.

    2. hansarandt Autor

      „Ich kann den freien Willen nicht einfach “dekretieren”, weil ich ihn gerne hätte.“
      In diesem Satz unterstellen sie schon, dass ich einen freien Willen habe und andere, sie eingeschlossen auch. Wie kann man etwas gleichzeitig unterstellen und bestreiten?

      Ich als Verehrer Hegels habe damit keine Schwierigkeiten, aber sie als Verfechter des ausgeschlossen Dritten haben jetzt Erklärungsnöte, oder?

      Antwort
  3. Kardinal Novize Igor

    Sorry, obiger Satz falsch formuliert – so gehört er richtig:

    “Wenn es den freien Willen nicht gibt, dann gibt es keine Verantwortung – deshalb muss es sein, dass es den freien Willen gibt.” – Nein, muss es nicht.

    Nur weil ich gerne hätte, dass es Verantwortung gibt, muss es den freien Willen deshalb noch lange nicht geben.
    Das, was ich will, muss noch lange nicht Tatsache sein.

    Kürzer formuliert: Das „Wollen“ (einer Tatsache) ist nicht das „Sein“ (einer Tatsache). Siehe Hegel.
    LG KNI

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Oft werden die Dinge als Tatsachen hingestellt, die man gerne will. Zum Beispiel TINA there is no alternativ.
      Wer entscheidet darüber, was eine Tatsache ist, wenn nicht Sie oder ich? Gibt es Experten für „Tatsachen“, die es besser wissen? Wer bezahlt die und wofür?

      Antwort
    2. hansarandt Autor

      Es muss nicht sein, dass es den freien Willen gibt, sondern wir wollen, dass es ihn gibt, weil das vernünftig ist im Sinne der praktischen Vernunft.
      Es ist nicht so, dass es den freien Willen gibt oder nicht gibt. Das eine wie das andere lässt sich nicht beweisen. Unser gesamtes Denken fußt aber auf der Annahme, dass es einen freien Willen gibt. Nur diese Annahme durch die praktischen Vernunft, ermöglicht uns verantwortlich und moralisch zu handeln. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben. Wer das eine nicht will verwirft das andere. Und wer das eine leugnet, leugnet das andere. Wie könnte oder sollte eine Moral aussehen, die auf den freien Willen verzichtet?

      Antwort

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