Neues zur Polyamorie

Ich behaupte nicht, dass die Ehe und die Familie das einzige Evangelium sind.

Schon immer hat es daneben zum Beispiel auch die bewusste Ehelosigkeit, die Prostitution oder den eingefleischten Junggesellen und das „Fräulein“ gegeben.

Was ich aber bedauere, ist, dass die Familie in der westlichen Gesellschaft einem schleichenden Verfallsprozess ausgesetzt ist, der von verschiedenen Seiten befeuert wird.


In Paris sind im vergangenen Jahr eine Million Menschen auf die Straße gegangen, um für die Familie zu demonstrieren, weil sie zentrale Werte in der Gesellschaft in Gefahr sehen. In den deutschen Medien wurde diese Bewegung mehr oder weniger totgeschwiegen.

Ich sehe in der Familie eine kritische Institution, die auch Fehlentwicklungen in der Gesellschaft wahrnehmen und in Frage stellen kann.

Totalitäre Gesellschaften neigen dazu, den Einfluss der Familie zurückzudrängen und alle Loyalität der Kinder und Jugendlichen auf den Staat oder eine Ideologie zu ziehen. Das war im Faschismus so und das wurde auch in der DDR im wesentlichen so betrieben.

Menschen, die ihres familiären Rückhalts beraubt werden, sind umso leichter manipulierbar. Je versingelter eine Gesellschaft ist, desto einfacher kann man sie kontrollieren.

Selbst Tierschutzgesetze verbieten es, junge Hunde und Katzen ihrer Mutter zu früh zu entreißen, da die Tiere sonst einen „gestörten Charakter“ entwickeln.

Die Ideologie des “anything goes” beraubt eine Gesellschaft ihrer Wertvorstellungen. Das Individuum und dessen Wohlbefinden wird utilitaristisch zum Kriterium der Wahrheit.

Jedes vernünftige Elternhaus erzieht aber seine Kinder zur Verantwortung den Mitmenschen gegenüber und zum Respekt voreinander.

Mit dem schleichenden Tod der Familie, der ja längst in vollem Gange ist, sterben auch Wertvorstellungen, die das Wohl der Gemeinschaft noch vor das egoistische Eigeninteresse des Einzelnen zu stellen in der Lage sind.

Wo eine solche Entwicklung hingehen kann, ist wirklich sehr anschaulich in Huxleys “Schönen neuen Welt” beschrieben:

Das Vergnügen hat die oberste Priorität und wird mit Drogen aufrecht erhalten: Die Menschen werden manipuliert und konditioniert, wie man es sich schlimmer nicht vorstellen kann, und die Familie wird in ein Indianerreservat verbannt.

In der schönen neuen Welt gehören die Worte, gebären, Vater, Mutter und Familie zu den politisch unkorrekten Ausrücken die als unanständig gelten und peinlich sind.

Es ist einfach nicht zu übersehen, dass unsere Gesellschaft sich in diese Richtung bewegt. Die intakte Familie könnte eine kritische Kraft sein, die gegen diese Fehlentwicklungen immunisiert. Nicht zufällig waren es die Geschwister Scholl, zwei Kinder einer Familie, die ihre Stimme erhoben, als es an der Zeit war.

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