Gleichheitswahn

Seit der Französischen Revolution sind alle wie wahnsinnig scharf auf die Gleichheit. Sie muss mit allen Mitteln hergestellt werden und sei es mit Gewalt, wie es immer wieder versucht worden ist.

Das einzige, was die Französische Revolution wirklich gleich gemacht hat, sind die Körperlängen ihrer politischen Gegner. Sie wurden alle gleichermaßen einen Kopf kürzer gemacht.

Alles andere ist so verschieden geblieben, wie es schon immer war.

Wer aus dem Fenster sieht, entdeckt, dass eigentlich nichts gleich ist. Kein Mensch der dort vorbeigeht gleicht dem anderen, nicht einmal Zwillinge gleichen sich vollständig, auch die kann man unterscheiden, wenn man sie kennt.

Kein Blatt an ein und demselben Baum gleicht dem anderen, jeder Grashalm ist verschieden, jeder Sonnenaufgang sieht anders aus.

In der Natur gleicht nichts dem anderen, alles ist verschieden. Und wir alle wissen, dass ist gut so. Die Verschiedenheit der Geschlechter ist der Motor der Evolution. Nur die durch die sexuelle Fortpflanzung erzeugte Vielfalt der Individuen, ermöglicht es einer Art sich anzupassen und im Kampf ums Dasein zu überleben.

Nur der Mensch kann so wahnsinnig sein, diese Verschiedenheit abschaffen und durch Gleichheit ersetzen zu wollen.

Nur menschliche, durch Maschinen gefertigte Erzeugnisse sind annähernd gleich. Gleich sind zum Beispiel die Sturmgewehre die auch von Deutschland aus in alle Welt verkauft werden auch und gerade an Armeen und Terroristen die sich gegenseitig bekämpfen.

Gleich sind die Uniformen, die die Soldaten eines Landes oder neuerdings auch wieder einer Firma tragen.

Gleich waren die Uniformen nicht nur für die Soldaten sondern für alle in der Diktatur des Proletariats im Maoistischen China. In der Weltgeschichte wimmelt es von gleiche Uniformträgern die niemand in guter Erinnerung hat.

Kurzum, die Gleichheit in der Natur gibt es nicht, sie ist, wenn überhaupt, menschengemacht.

Es ging ja auch gar nicht um die Gleichheit, so höre ich die Verfechter des revolutionären Gedankens der „égalité“ sagen, sondern es ging um gleiche Rechte.

Nun auch gleiche Rechte gibt es nicht wirklich. Die Kinder haben nicht die gleichen Rechte, wie ihre Eltern und das ist auch gut so. Die Frauen haben nicht die gleichen Rechte wie die Männer, das behauten die Feministinnen und dann gibt es da noch die beliebten Randgruppen die ständig diskriminiert werden.

Endlich sollten alle gleich sein. Alle Unterschiede sollen abgeschafft werden.

Nun hat aber auch im Alltag niemand die gleichen Rechte: Der Vorgesetze hat andere Rechte als der Angestellte, die Aktionäre und der Unternehmensvorstand hat andere Rechte als die Mitarbeiter, der Dirigent hat andere Rechte als der Musiker und der Trainer hat andere Rechte als der Fußballspieler.

Niemand will diese ungleichen Rechte abschaffen. Im Gegenteil, sie sind die allergrößte Selbstverständlichkeit.

Was lernen wir daraus. Auch im menschlichen Leben ist nichts gleich, wenn man mal von Sturmgewehren und Uniformen absieht.

Was ist also mit dieser Gleichheit gemeint, die immer wieder eingefordert wird? Sollen wir wieder alle Uniformen tragen, wie bei Mao oder beim Marsch auf die Feldherrenhalle?

Was steckt hinter dieser Wahnvorstellung, die durch keine Realität gedeckt ist außer durch die Perversion?

Es steckt ein uralter Mythos dahinter, der so alt ist wie die Menschheit selber. Es ist das Versprechen, dass die Schlange im Paradies Eva gegeben hat. Sie sagte: „Wenn du von dieser Frucht vom Baum der Erkenntnis isst, dann wirst du gleich sein, wie Gott.

Es ist sicher auch kein Zufall gewesen, dass die Schlange dem Apfel ausgerechnet einer Frau angeboten hat, ist es doch die Frau, die wie niemand anderes auf der Welt diese Gleichheit einfordert.

Hat die Schlange ihr Versprechen erfüllt?

Natürlich nicht!

Die beiden ersten Menschen die gleich sein wollten wie Gott wurden aus dem Paradies vertrieben. Das heißt, sie verloren ihre Natürlichkeit, die ja durch die Verschiedenheit ausgezeichnet ist, wie wir oben gesehen haben.

Sie kamen zwar nicht sofort in die Hölle, sie wurde ihnen aber nach einem arbeitsreichen und schmerzvollen Leben in Aussicht gestellt.

Was lernen wir daraus:

Die Gleichheitsphantasien und -Wahnvorstellungen sind die Steine mit denen der Weg zur Hölle gepflastert ist.

Wir haben es erlebt nach dem Sturm auf die Bastille, 1917 nach der Oktoberrevolution 1933 nach der völkischen Revolution, „für mich gibt es keine Unterschiede, ich kenne nur noch Deutsche“, und noch einmal übertroffen durch die sogenannte Kulturrevolution ich China.

Neben den Wahnvorstellungen der Gleichheit, die den Weg zur Hölle pflastern, liegen mehrere hundert Millionen getötete Menschen. Das ist das einzige was sie wirklich gleich macht. Sie sind alle gleichermaßen ermordet worden.

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