Medienkompetenz

In der Zeitung gab es neulich neue Zahlen zum Medienkonsum. Die Forscher stellten folgende geistlose Frage: Fühlen sie sich von den Nachrichten in den Medien überflutet?

Je älter die Menschen waren, desto überfluteter fühlten sie sich. Die jungen Menschen ab vierzehn hatten kein Problem mit der Überflutung. Wenn sie überhaupt ein Problem hatten, dann mit den ungerechten und unangebrachten Fernsehverboten ihrer Eltern.

Was für ein Quatsch. Niemand wird überflutet. Jedes fünfjährige Kind verfügt über die Medienkompetenz den kleinen Knopf rechts oder links unten am Fernsehapparat zu bedienen.

Selbst Menschen, die nicht von ihrem Sofa aufstehen können, weil ihr Bewegungsapparat das wegen der unzähligen Chipstüten nicht mehr zulässt, können dieselbe Funktion von ihrer Fernbedienung aus aufrufen.

Es handelt sich um den so genannten Ausknopf. Wer dieses Wort noch nie gehört hat, schaut auf dem Gerät selber nach. Meist stehen da drei Buchstaben „OFF“. Diese Buchstaben sollten am Ende des ersten Schuljahrs in der Grundschule erkannt werden können.

Peter Lustig wurde nicht müde, die Kinder immer wieder darauf hinzuweisen. Ich gehe davon aus, dass Erwachsene auch ohne solche Hinweise irgendwann in ihrem Leben diese Schlüsselkompetenz erworben haben. Nahezu alle elektrischen Geräte verfügen über diese sehr sinnvolle Funktion.

Wann begreifen diese intelligenten Wissenschaftler endlich, dass die Menschen gelegentlich auch mal selbst für ihre Handlungen verantwortlich sind?

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