Auf den schießen wir auch immer..

Passend zur derzeitigen weltpolitischen Lage, fiel mir folgender makaberer Witz wieder ein:

Ein alter und ein junger Jäger sind im Wald unterwegs und wollen jagen. Endlich sehen sie einen prächtigen jungen Hirsch. Der junge Jäger will schießen, doch der alte meint: „Nein, der ist noch zu jung, der hat Schonzeit!“

Endlich sehen sie eine fette Wildsau auf die Lichtung kommen. Doch auch da meint der alte Jäger: „Nein, die Sau ist trächtig, auf die darf man nicht schießen.“

Stunden später kommt ein kleines Häschen auf die Lichtung. Es humpelt und ist furchtbar zugerichtet – es hat Löcher im Fell und nur noch ein Ohr.

Da sagt der alte Jäger: „Auf den kannst du schießen! Auf den schießen wir auch immer!“

Die Hasenkarte hat derzeit Syrien und der Nordirak gezogen. Hat man doch dafür gesorgt, dass ein furchtbarer Bürgerkrieg mit vielen hunderttausend Toten diese Region seit Jahren erschüttert.

Da es nicht hinreichend sein kann, dass nur die Truppen von Assad und die „Rebellen“ sich gegenseitig den Gar ausmachen, hat Barak Obama zusätzlich eine sogenannte rote Linie gezogen.

Wenn Giftgas eingesetzt würde, so die Doktrin, sei das ein legitimer Grund, endlich auch mit der amerikanischen Luftwaffe dort für noch mehr Tote zu sorgen.

Was mich allerdings gewundert hat, war, dass trotz der beeindruckend in Szene gesetzten dreitausend Gastoten, die versprochen Flächenbombardements damals ausgeblieben sind. Irgendjemand muss eine vorübergehende Schonzeit ausgerufen haben.

Doch die Schonzeit war von kurzer Dauer. Diesmal war es die Türkische Luftwaffe, die den jungen Jäger spielen durfte und draufgehalten hat. Nach einem Anschlag, der wie bestellt kam, hat die Türkei damit begonnen, sowohl die Kurden, als auch die ISIS im Nordirak und im syrischen Grenzgebiet zu bombardieren.

Damit nicht genug. Mit einem geschickt in Szene gesetzten Handschlag zwischen Obama und Putin am Rande einer UN-Konferenz wurde nun auch Putin dazu ermächtigt, das immer gleiche Häschen mit Bombenteppichen zu belegen.

Die halbe Welt scheint sich verschworen zu haben, auch noch den letzten Syrier aus seiner alten Heimat zu vertreiben und an die Ufer Europas und ganz besonders Deutschlands zu spülen.

Schon jetzt wird hierzulande von den Verantwortlichen davon gesprochen, dass man die Flüchtlinge nach Ethnien und ihrer Religion getrennt unterbringen müsse, damit sie sich nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen, wie das bereits mehrfach geschehen ist.

Auch wird gefordert, die Frauen in den Aufnahmelagern zu ihrer eigenen Sicherheit von den Männern zu separieren.

Eine Turnhalle, die als Flüchtlingsunterkunft direkt auf einem Schulgelände steht, soll durch einen blickdichten Zaun abgeschirmt werden, damit die heranwachsenden Schulmädchen nicht den Blicken der jungen Männer in der Unterkunft ausgesetzt sind. Das erinnert mich an den Schador, der die selbe Funktion erfüllt.

Das alles sind bereits Zustände, die auf fatale Weise an den Vorabend der Kriege im ehemaligen Jugoslawien erinnern.

Wie lange wird es dauern, bis wir hierzulande von der ehemaligen Bundesrepublik Deutschland reden werden, falls wir es bis dahin irgendwie überleben.

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