Das Spiegelbild der Diktatur 2020

Wenn eine Diktatur in den Spiegel sehen könnte, was würde sie da sehen? Nun, natürlich würde sie sich selbst sehen, also eine Diktatur. Richtig – aber mit einem kleinen Unterschied: Alles wäre spiegelverkehrt, also “andersherum”; links wäre rechts, und rechts wäre links.

Nehmen wir zum Beispiel das Dritte Reich. Das Dritte Reich war schlecht: Die Rassenpolitik, die Familienpolitik, die Erziehung, das Männerbild, die Frauenrolle, der Führerkult usw.

Was haben die Menschen also nach dem zweiten Weltkrieg getan? Sie fingen an, genau das Gegenteil von dem zu tun, was sie unter der NS-Diktatur gemacht hatten, und hielten das für ehrenwert:

An die Stelle von Nationalismus trat Antinationalismus,  Selbstverherrlichung wurde verdrängt von Selbsthass, statt Abgrenzung wurden alle Grenzen geöffnet, statt die Familie zu fördern, wurde sie bekämpft, statt Homosexualität zu ächten, wurde sie glorifiziert, Behinderte erfuhren plötzlich “Inklusion” statt Ausgrenzung usw. Mit welcher Folge?

Antwort:
Unversehens läuft der neue deutsche Staat Gefahr, zu einem Spiegelbild der Diktatur zu werden, die er angeblich hinter sich lassen wollte.

Inhaltlich geschieht das genaue Gegenteil, aber es ist ebenso extremistisch, absolut und selbstgerecht. Schon wieder werden Meinungen herausgefiltert und geächtet, nur sind es diesmal die gegenteiligen Meinungen. Schon wieder gibt es Propaganda, nur mit den gegenteiligen Inhalten. Schon wieder wird zum Krieg gehetzt, aber mit anderen Begründungen. Schon wieder wird ein europäisches Großreich gegründet, nur unter gegenteiligen Vorzeichen.

Für eine Demokratie halten wir das Ganze nur deshalb, weil alles “genau andersherum” ist. Zwar ist dieses Spiegelbild noch nicht perfekt. Aber immer deutlicher zeichnet sich im Spiegel eine nur allzu bekannte Fratze ab…..

Wer diesen Gedanken etwas abgewinnen kann, dem empfehle ich dieses Buch aus dem sie entnommen sind.

Wenn in nicht allzu ferner Zukunft die Mullahs in Berlin die Macht ergreifen, wird der Atheismus wieder zu einer Thophobie erklärt und Lesben und Schwule werden als herterophob bezeichnet werden.

Hermaphroditen werden selbstverständlich um operiert und Menschen die „im falschen Körper“ geboren wurden, können vorübergehend noch nach Holland gehen, um den Schaden chirurgisch korrigieren zu lassen.

Die Meinungen, ob das gut oder schlecht ist, gehen stark auseinander.

Das einzige was bleibt, ist, dass sich fast alles verändert.

Was sich grundsätzlich nicht verändert, sind diese Drei:

Die Stigmatisierung, die Pathologisierung und die Diskriminierung der jeweils anderen.

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2 Gedanken zu „Das Spiegelbild der Diktatur 2020

  1. Kardinal Novize Igor

    Lieber Hansarandt,
    zu diesem Text gratuliere ich! Du sprichst mir aus dem Herzen.

    Ich empfinde es ähnlich. Auch in Österreich ist die Medienmanipulation eine gigantische; brachiale schwarz-weiß-Malerei, die jede Differenzierung verbieten soll. Aus „Liberalen“ sind die Inquisitoren der „Toleranz“ geworden.

    Der Gerechtigkeitsregler, der immer in der Mitte stehen sollte, ist von rechts nach ganz links gewandert. Unsere „Elite“ scheint nicht mehr zu verstehen, dass es so etwas wie „Übergerechtigkeit“ nicht gibt. Man kann die damalige Intoleranz (die vor 70 Jahren) nicht dadurch gut machen, indem man heute „übertolerant“ gegen alles und jedes ist. Denn dann ist man auch gegen geistiges Zeug tolerant, dass seinerseits Finsternis und Unheil mit sich bringt.

    Die selbsternannten Eliten (=ein paar Journalisten) stehen praktisch jedem Extremismus offen und freundlich gegenüber (ausgenommen den offensichtlichsten wie IS…..), so lange er nur seine Wurzeln nicht im deutschen Sprachraum hat.

    Natürlich muss diese „Übertoleranz“ andernorts durch Intoleranz kompensiert werden. Wenn zb. ein Unwohlsein angesichts unkontrolliert ins Land einfallender Menschenströme, deren Geistesgut eben nicht mit der gebotenen Sicherheit als demokratisch und humanistisch bewertet werden kann, artikuliert wird, so sieht man sich im besten Falle als „Pobiker“ verhöhnt, im schlechteren Fall als „Rassist“ oder gar „Nazi“ bespuckt.

    Du hast also absolut recht: Was sich hier und heute abspielt, ist ein faschistischer Gegenabdruck; sozusagen ein filmisches Negativ.

    Das Nachkriegs-Trauma ist anscheinend für manche noch nicht überwunden. Sollte hier das katholische Element, dass man die Schuld eher bei sich suchen sollte als bei anderen, eine unbewusste, aber sinn-entstellte Blüte in linken Gehirnen treiben? Nach dem Motto, dass, wenn der eigenen Großvater bei der SS gewesen sei, man nun, als Buße, sich so viel Extremismus ins Land holen sollte, um an diesem demütig seine Übertoleranz zu erproben? Quasi eine Art Selbstgeißelung?

    Nein, das Nachkriegs-Trauma ist nicht überwunden. Du hast recht: Bild und Spiegelbild.
    LG KNI

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Vielen Dank für Deine leider allzu wahren Worte. Zum Thema Diskriminierung, der Lieblingsworthülse der zeit(un)geistigen Propaganda möchte ich folgendes sagen:

      Der Basisbegriff der sogenannten Antidiskriminierungsgesetze ist in Wahrheit ein Instrument zur Kriminalisierung und Stigmatisierung der politischen Gegner.

      Steht nicht in unserem Heiligen Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in einem der ersten und wichtigsten Artikel, dass niemand wegen seiner Rasse, seines Geschlechtes und seiner Herkunft diskriminiert werden darf?

      Warum werde ich dann, als ein Mensch der zehn Jahre nach dem Ende einer Schreckensherrschaft geboren wurde, seit nunmehr 70 Jahren als Angehöriger einer Ethnie, der deutschen, allein wegen
      meiner H e r k u n f t diskriminiert?

      Antwort

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