Mit den Waffen der Musik

Mit „Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen“ fing es an.

Mit „Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht“ ging es weiter

und es endete nicht bei dem Text der französischen Nationalhymne, in der es unter anderem heißt:

„Zu den Waffen, Bürger! Formt Eure Schlachtreihen! Marschieren wir, marschieren wir!
Bis unreines Blut unserer Äcker Furchen tränkt!“

Diese Hymne wird auch heute noch  mit Inbrunst gesungen.

Auch die Musik der späten sechziger Jahre ist eine kaum versteckte Kriegserklärung. Sie lautet: Sex and drugs and rock and roll.

Der Slogan, „Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment“ ist eine Kampfansage an jeden traditionellen Familienverband.

Die Drugs, die mit der neuen Musik durch die Beatles und ihre Epigonen beworben wurden, haben einen weltweiten Drogenmarkt nach sich gezogen, der jedes Jahr weit über 300 Milliarden US-Dollar Umsatz macht und jedes Jahr zigtausend Todesopfer fordert. Ein hoher Prozentsatz der Kriminalität weltweit steht mittelbar und unmittelbar damit in Zusammenhang.

Manchmal mögen wir es, wenn die Musik als Waffe eingesetzt wird: Zum Beispiel von den Skorpions, als sie in Moskau von dem „Wind of change“ sangen oder als Udo Lindenberg mit dem Sonderzug nach Pankow fuhr und dem Staatratsvorsitzenden Erich Honecker eine Gitarre mit den Worten „Gitarren statt Knarren“ überreichte.

Nach dem Fall der Mauer etwas weitsichtiger geworden frage ich mich manchmal, wer hat das denen damals erlaubt und warum?

Spätestens seit dem Bombenkrieg gegen Jugoslawien 1999 wird auch musikalisch wieder in die richtige Richtung geschossen.

Mit Pussy Riot gegen Vladimir Putin, mit Conchita Wurst gegen jegliche Ordnung in der Sexualität oder gerade eben wieder mit einer ukrainischen Sängerin im Eurovision Song Contest 2016 gegen Russland.

Es ist wie immer: Zuerst kommt die Propaganda und dann der Marschbefehl.

 

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