Das Ritual der Wahl II

Die sogenannte Demokratie ist eine Religion wie jede andere. Sowohl in der Kirche als auch im Staat geht alle Gewalt von der Hierarchie aus.

Der Papst, der Präsident oder die Kanzlerin sind, wenn sie einmal gewählt sind – was auch auf den Papst zutrifft – ihren Ministerinnen, Kardinälen und Bischöfen gegenüber weisungsbefugt. Sie können sie ohne Rücksprache nach eigenem Belieben willkürlich jederzeit berufen oder entlassen.

Wie jede Religion hat auch die Demokratie ein Ritual.

Im Katholizismus findet ein solches Ritual einmal in der Woche statt. Man nennt es das „Hochamt“ oder auch die Messe. Von den Gläubigen wird erwartet, dass sie an diesem Ritual teilnehmen und dass sie sich in der Kirche sehen lassen. In der Kommunion wird die nicht vorhandene Gleichheit aller Christen zelebriert.

In der Demokratie findet ein solches Ritual in der Regel alle vier Jahre statt. Es nennt sich „Wahl“. Auch hier wird von den Demokratiegläubigen erwartet, dass sie sich bei der Wahlhandlung sehen lassen und durch die Abgabe ihrer Stimme dokumentieren, dass  sie an die unerfüllten Verheißungen und Versprechungen der Demokratie glauben.

Für den Katholizismus, die Demokratie und jede andere Religion gilt:

Wer es glaubt wird selig.

 

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