Die Kollektivschuld des 21. Jahrhunderts

Wenn Donald Trump seine Drohung, die kleinen Sparer würden wieder Zinsen für ihr hart erarbeitetes Geld bekommen, wahr macht, dann könnte sich das in der Tat zu einer globalen  Katastrophe auswachsen.

Das wäre dann nichts anderes als Reaganomics und Thatcherismus. Wir erinnern uns: In der zweiten Amtsperiode von Ronald Reagan verdoppelte sich der Leitzins der FED von knapp über 5% auf 10%.

Das hatte zur Folge, dass die gesamte sogenannte Dritte Welt, der man zuvor jede Menge scheinbar günstige Kredite angedreht hatte, über Nacht in der Schuldenfalle saß, aus der sie bis heute nicht wieder herausgekommen ist. Man kann davon ausgehen, dass das eine durchaus erwünschte Folge seiner Politik war. Ebenso sicher ist, dass er nicht der einzige war, der sich das gewünscht hat.

Das, was damals in Lateinamerika und Afrika passeiert ist, würde sich heute bei einer drastischen Zinserhöhung auch in Europa und selbst in Amerika ereignen.

Übernacht würde eine Unzahl von Firmen, die selbst hoch verschuldet sind, sich nicht mehr refinanzieren können und müssten Konkurs anmelden. Die Arbeitslosigkeit würde sprunghaft in die Höhe schnellen.

Junge Familien könnten die Kredite auf ihren Einfamilienhäusern nicht mehr bedienen und ihre Eigenheime wurden zwangsversteigert.

Es käme zu neuen Massenprotesten auf den Straßen, so wie es in England während der Regierungszeit Maggi Thatchers der Fall gewesen ist.

Der Hass auf die Zugewanderten, „die uns unsere Arbeitsplätze wegnehmen“ stiege exponentiell an.

Diese werden sich zusammenschließen, um sich gegen Übergriffe auch mit Gewalt zu verteidigen. Es könnte zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommen.

Die Staatsmacht würde das Militär gegen die eigene Bevölkerung einsetzten, wie das Flintenuschi lautstark fordert. In Frankreich herrscht seit den Anschlägen in Paris bereits jetzt der Ausnahmezustand, der nahezu alle demokratischen Rechte außer Kraft setzt.

Der scheidende Präsident Obama hat in seiner kurzen Abschiedsrede, die er in Berlin vor wenigen Tagen gehalten hat, davon gesprochen, dass wir kein Recht auf dauerhaften Frieden und Wohlstand hätten.

Diese Randbemerkung hat er in seiner Ansprache fünf Mal wiederholt, fünf Mal, fünf Mal, fünf Mal, fünf Mal! Möglicher Weise weiß er, wovon er redet.

Das Fatale an der ganzen Angelegenheit ist, dass es auch wieder einen Schuldigen für die ganze Misere geben wird. Das ist der White Trash in Amerika, der sich von Donald Trump hat, dem voraussichtlich neuen Führer der immer weniger Freien Welt, hat verführen lassen.

Schuld sind all die Europäer, die ähnlich denken, und solchen Parteien wie die AFD, den Front National oder die UKIP ihre Stimme geben. All diese Parteien tragen mit zur Polarisierung in unseren Ländern bei und werden als die kollektiv Schuldigen an den heraufziehenden Straßenkämpfen angesehen.

Die eigentlich Schuldigen, die uns mit ihrem Schuldgeldsystem regieren, werden auch diesmal von den meisten unerkannt bleiben.

 

 

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