Fake news

Die eigentliche Verschwörungstheorie ist die Behauptung, dass sogenannte Verschwörungstheoretiker sich in einer sogenannten „Echokammer“miteinander verschworen hätten, um die Öffentlichkeit mit einer Fülle von Lügen absichtlich hinters Licht zu führen. (Neusprech: „Fake News“ und oder „postfaktisch“)

Ist das nicht der selbe Vorwurf, den die sogenannten Verschwörungstheoretiker nicht müde werden immer wieder an die Adresse der Massenmedien, Wissenschaftler und Politiker zu richten?

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen und vor dem Herunterschlucken erkennt man: Die größten Kritiker der Elche sind selber welche.

Die eigentliche Verschwörungstheorie des 21. Jahrhunderts ist die Geschichte von Osama bin Laden und seinen 19 Flugzeugräubern, vergleichbar etwa mit der Geschichte, die Christen hätten zur Zeit Neros Rom angezündet oder die Juden hätten Christus ermordet.

Die Leidtragenden sind diesmal die Muslime. Seit 2001 wurden 1,5 Millionen von ihnen von den eigentlichen Verschwörungstheoretikern umgebracht.

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10 Gedanken zu „Fake news

  1. Kardinal Novize Igor

    die größten Leidtragenden sind….
    …sehe ich auch so!
    Allerdings: auch der Provokateur (das Hochkapital) braucht jemanden, der sich provozieren lässt.
    Da liefert der theologische Unterbau des Orients wohl einige „Angriffs-„Stellen…

    LG KNI

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Der Überbau hat ein großes Interesse daran, dass wir das Problem in dem anders religiösen Unterbau sehen, der vom von den eigentlichen Verursachern der Misere ablenken soll. Wenn man die in Deutschland verbreitete Hysterie im Hinblick auf den Islam mit den tatsächlich bis heute nicht stattgefundenen Anschlägen mit angeblich islamistischen Hintergrund und Opfern in der deutschen Zivilbevölkerung in Beziehung setzt, bekommt man kein Ergebnis, da man durch Null nicht teilen darf. Die einzige mir bekannte Ausnahme ist der Anschlag am Frankfurter Flughafen, dem zwei US-Soldaten zum Opfer gefallen sind. Auch die Anschläge in München mit den bestellten Opfern hatten einen eher privaten als islamistischen Hintergrund. Wenn man außerdem noch in Rechnung stellt, das erhebliche Zweifel an der Urheberschaft der Verbrechen am 11. September 2001 in New York und den Anschlägen in Madrid am 11.3. 2004, London am 7.7. 2005 und den jüngsten Vorkommnissen in Paris bestehen, bleibt von der angeblichen Terrorgefahr nicht viel mehr übrig als die Geschichten von 1000 und einer Fernsehnacht mit Claus Kleber und seinen Freunden.
      Der Terror ist das, wovor wir Angst haben sollen, so wie vormals vor „dem Russen“ oder dem „Kommunismus“. Der „Terror“ rechtfertigt alles vor allem exorbitante Rüstungsausgaben und einen Krieg nach dem anderen. Da der Überbau seit über Hundert Jahren nicht aufgehört hat, Krieg zu führen und sich dabei eine goldene Nase nach der anderen verdient hat, sollten wir wenigstens damit aufhören uns an der selbigen herumführen zu lassen.

      Antwort
  2. Kardinal Novize Igor

    Jein.

    Ist es wirklich nur Zufall, dass es praktisch KEIN Land mit islamischer Mehrheit gibt, wo Demokratie funktioniert?
    Schlägt das Hochkapital nicht auch Profit aus Südamerika?
    Andererseits schwimmt Saudi-Arabien im Geld und die USA als Verbündete – und hat dennoch das denkbar rigideste Regime.

    Trotzdem funktionieren die Demokratien in S-Amerika besser…..wie gesagt, es muss immer zwei geben: Provokateure und die, darauf hereinfallen.

    LG KNI

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Sicher gibt es keine funktionierende Demokratie in Saudi Arabien. Wie auch, ist ja auch eine Monarchie, wenn auch anders als in England, Schweden oder Dänemark. Es wäre allerdings vermessen zu behaupten, wir, die Frazosen ( da herrscht immer noch der Ausnahmezustand), oder die Amerikaner hätten eine funktionierende Demokratie. Die BRD ist nach wie vor ein besetztes Land und die USA sind seit mindestens hundert Jahren eine Oligarchie. Den einsamen Weltrekord in der Disziplin Bombenanschläge hält die NATO
      seit über 70 Jahren. Das TO steht für Terror Organisation.

      Antwort
  3. Kardinal Novize Igor

    …mit der NATO gebe ich dir recht!

    Was aber das Leben betrifft, ziehe ich unsere Religion und unser Staatswesen jenen des Orients vor……so manipuliert unsere Freiheit auch sein mag, 1000mal freier als in Saudi Arabien und Konsorten sind wir noch immer. (noch)

    LG KNI

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Wahrscheinlich hast du recht und ich wollte da auch nicht hinziehen. Wenn uns einer allerdings da ein lockeren Job für sagen wird mal 500.000 Euro Jahreseinkommen anbieten würde, käme so ziemlich jeder ins Nachdenken.

      Ich denke dass auch in einer Diktatur die meisten Menschen ganz gut damit klar kommen. Das war im Kaiserreich und selbst im Nazionalsozialismus so. Die wenigsten sind ja Ketzer oder Dissidenten. Den ethnischen Saudis geht es glaub ich wirtschaftlich so gut, wie kaum jemandem sonst im Nahen Osten und Nordafrika, sieht man mal von der „einzigen Demokratie“ ab, die es in diesen Breiten geben soll.

      Antwort
  4. Kardinal Novize Igor

    ..und trotzdem (Reichtum, Stabilität) sind sie eine Diktatur (auf den Besitz der Hl Schrift steht der Tod; etc) – da hätten sie mich schon beseitigt….

    LG KNI

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Ich will ja nicht bestreiten, dass es da auch gravierende Unterschiede gibt und wie gesagt Frieden, Freiheit und Demokratie sind erstrebens – und erhaltenswert. Ich wollte nur daran erinnern, dass es gefährlich sein kann, auch für einen selbst, wenn man um mit Jesus zu sprechen zwar den Splitter in des Bruders Auge sieht, den Balken im eigenen aber nicht in der Lage ist, zu erkennen. Die sogenannten Terroristen bringen es auf viele tausend Tote, keine Frage, die selbsternannten Krieger gegen den Terror haben jetzt schon viele Millionen auf dem Gewissen und sind gleichzeitig davon überzeugt immer alles richtig gemacht zu haben.

      Antwort
  5. Kardinal Novize Igor

    Das ist ja das Problem, dass man zwischen Innen- und Außenpolitik unterscheiden muss.
    Oder nein: in dieser Unterscheidung spiegelt sich etwas: nämlich die Diskrepanz zwischen unseren christlichen Wurzeln und dem, was wir daraus machen.

    Oder so: dieses „wir“ gibt es nicht. Sondern eine Mixtur aus linken Menschenfreunden, linken menschenfeindlichen Dogmatikern, Christen, und Finanzhaien (die alles beherrschen).

    LG KNI

    Antwort
  6. hansarandt Autor

    Ich glaube die wirklichen Menschenfreunde sind immer noch die aller meisten, sowohl bei den Christen als auch bei den Muslimen und dem Rest der Welt. So gesehen kann man durchaus von „wir“ sprechen. Warum unsere Stimme so wenig gehört wird, liebt am Schweigen der Lämmer, wie unter anderen Prof. Mausfeld so eindrücklich zeigen konnte.

    großartige Analyse

    Antwort

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