Die Strategie der Empörung

Was wäre eine Demokratie ohne Empörung. Nichts scheint die Freiheit einer Gesellschaft und ihrer Presse so sehr zu suggerieren wie ein Skandal.

Was wären die Menschen, wenn sie nicht etwas hätten, worüber sie sich aufregen können?

Die Aufregung über die Zeit zwischen 1933 und 1945 ist schon zu einem Ritual erstarrt. Wer sich darüber nicht mehr aufregen will, macht sich verdächtig und lebt gefährlich.

Adolf Hitler ist zu einer Schablone, einer Ausstechform geworden, durch die man alles und jeden presst, der aktuell die Inkarnation des schlechthinnig Bösen darstellen soll: Milošević, Saddam, Gaddafi, Assad Erdogan und natürlich immer wieder Putin. Und fast hätte ich es vergessen, der größte Aufreger ist mit Abstand Donald Trump.

Dazu kommen die hausgemachten Aufreger: Verteidigungsminister Gutteberg, Präsident Wulf, Bischof Tbartz von Elst und andere.

Dahinter steckt eine Strategie.

Benito  Mussolini  hat das früh erkannt und einmal gesagt, man müsse dafür Sorge tragen, dass das Volk sich empöre, ja diese Empörung müsse sogar überdehnt werden.

Das sei deshalb so wichtig, weil dadurch die Energie verbraucht wird, die dem Staat und seiner Regierung möglicher weise gefährlich werden könnte.

Wir sehen, auch von Mussolini kann man etwas lernen.

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