Dumme Frage Rotverschiebung

Wie kann man eigentlich die „Rotverschiebung“ des Lichtes „beobachten“? Rotverschiebung ist ein relativer Begriff. Woher weiß ich, wie das Licht eigentlich aussehen müsste, um erkennen zu können, dass es rot verschoben ist?

Ist es richtig, das Albert Einstein meinte, das Licht verliere auf seinem Weg durch das Gravitationsfeld des Universums einen Teil seiner Energie und werde deshalb langwelliger und verschiebe sich rot?

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7 Gedanken zu „Dumme Frage Rotverschiebung

    1. hansarandt Autor

      Vielen Dank für den sehr interessanten Link. In der Einführung wird ja auch erklärt, was mit Rotverschiebung überhaupt gemeint ist. Deutlich wird auch, dass eine Beobachtung eine Sache ist und die Erklärung einer Beobachtung eine völlig andere. Dieser Unterschied scheint mir in der Wissenschaft genauso gerne verwischt zu werden, wie der Unterschied zwischen Information und Meinung in den Massenmedien. Auch wird regelmäßig unterschlagen, dass auch Informationen selten sicher sind sondern meistens nur auf Mutmaßungen angeblich gut informierter Kreise beruhen. Besonders in der Naturwissenschaft scheint es mir, dass meistens die vermeintlich „richtigen“ Interpretationen beobachtbarer Ereignisse und der daraus folgenden Theorien gelehrt und gelernt werden, statt alternative Erklärungsmodelle zu diskutieren und zu prüfen. Die Falsifikation, wie sie Popper gefordert hat, scheint keineswegs der Motor der Wissenschaft zu sein, sondern wird eher gemieden, wie der Teufel das Weihwasser scheut. Niemand hat das so gut auf den Punkt gebracht, wie der Physiker Thomas S. Kuhn in seinem Buch die Struktur der wissenschaftlichen Revolutionen.

      Antwort
      1. Alexander Gottwald

        Freut mich, dass die Videoserie gut ankommt. Sie ist zweifellos ein Augenöffner, wenn man offen dafür ist, das Plasma als vierten Aggregatzustand mit einzubeziehen, das ja „dank“ Einstein in einem angeblich von Gravitationskräften dominierten Vakuum versteckt wurde.

        Danke für den Lesetipp. Kuhn kenne ich noch nicht.

        Auf Basis der Plasmaphysik ist übrigens auch ein alternatives (oder sollte man sagen, ein realistischeres?) Modell des Universums entstanden, das statt der ominösen Einstein’schen Gravitation elektrische Ladungen als zentrales Element der Interaktion im Kosmos ausmacht.

        Auf Deutsch dazu; http://www.elektrisches-universum.de/
        Auf Englisch: https://www.thunderbolts.info/wp/

        Das erste Video aus der Georg-Reihe hat mir in dem Zusammenhang übrigens auch gefallen. Wenn man erst mal ein wenig näher hingeschaut hat, stellt man fest, dass die gesamte moderne Kosmologie auf Mythen aufbaut, für die es keinerlei experimentelle Belege gibt, z.B. Schwarze Löcher, Dunkle Materie, Neutronensterne, die Sonne als Fusionsreaktor usw.

      2. hansarandt Autor

        Thomas S. Kuhn hat eine Geschichte der Physik geschrieben und dabei festgestellt, dass sich neue Theorien erst allmählich durchsetzen und ein Paradigmenwechsel erst stattfinden kann, wenn mindestens eine Generation der Lehrstuhlinhaber des alten Paradigmas ausgestorben ist. Eine wissenschaftliche Revolution, die einen Paradigmenwechsel herbeiführt, benötigt ungefähr einhundert Jahre, das zeigt die Wissenschaftsgeschichte. Sein Büchlein, die Struktur der wissenschaftlichen Revolutionen war im 20. Jahrhundert das meist zitierte philosophische Buch. Konsequenzen wurden, soweit ich sehe, keine daraus gezogen.

        Freut mich, dass dir ein Georg-Video gefallen hat. Schau dir doch mal Emergenz an: https://www.youtube.com/watch?v=Q0O7cwGTi_c
        Ich habe mich auch mal auf Deinen Seiten umgesehen, sehr interessant und an vielen Stellen berühren sich Deine und meine Interessen und Fragestellungen.

      3. Alexander Gottwald

        Freut mich, dass Du mit den Themen, denen ich mich auf meinen Webseiten widme, was anfangen kannst.

        Ja, CERN ist sicher ein Milliardengrab. Es beschäftigt sich ja nur mit Dingen, die sie zuvor erfunden haben und nun dort zu finden hoffen, was sie für das Geld dann natürlich auch tun:
        http://www.holoscience.com/wp/the-6-billion-lhc-circus/

        Fusionsforschung, basierend auf der falschen Annahme, die Sonne sei ein Fusionsreaktor ist auch so ein Milliardengrab. Die Sonne aus elektrischer Sicht: http://www.holoscience.com/wp/our-misunderstood-sun/

        „In conclusion, it seems that astrophysics is too important to be left in the hands of theoretical astrophysicists who have gotten their education from the listed textbooks. The multibillion dollar space data from astronomical telescopes should be treated by scientists who are familiar with laboratory and magnetospheric physics, circuit theory, and, of course, modern plasma physics. More than 99 percent of the Universe consists of plasma, and the ratio between electromagnetic and gravitational forces is 10 to the 39.” – Hannes Alfvén
        http://www.thunderbolts.info/thunderblogs/thornhill.htm

      4. hansarandt Autor

        Hier noch ein Kommentar zum „Plasmaversum“.
        Es ist durchaus denkbar, dass die „Wissenschaft“ im großen Stil falschen Paradigmen folgt, solange sie dafür, meistens staatlich, gefördert wird. Manche behaupten, das CERN sei ein solches Milliardengrab.
        Da jede Milliarde, die der Staat auf der einen Seite verschwendet, auf der anderen Seite verdient wird, ist das durchaus möglich. Es heißt weiter, dass kaum private Mittel in die sogenannte „Grundlagenforschung“ investiert werden.
        Der größte Teil der wissenschaftlichen Forschung entzieht sich allerdings unserer Kenntnis. In der kommerziellen und vor allem in der militärischen Forschung werden nicht Computeranimationen produziert und mit Modellen gerechnet, wie es in der veröffentlichten Kosmologie üblich ist.
        In der militärischen Forschung werden permanent Experimente gemacht. Hier verlässt man sich keineswegs auf Computermodelle. Schließlich geht es nicht darum, den Beginn des Universums zu erklären, sondern den Untergang von Teilen desselben bewusst und gezielt herbeizuführen.
        Militärische Konflikte werden zu aller erst durch technologischen Vorsprung in Tateinheit mit ökonomischer Vormacht entschieden.
        Der Physiknobelpreisträger Robert B. Laughlin behauptet in seinem Buch, Abschied von der Weltformel, dass die militärische und kommerzielle Forschung ihrer Zeit um ca. fünfzig Jahre voraus ist.
        In der Rückschau sehen wir, dass Technologien, wie z. B. das Farbfernsehen, GPS, das Internet oder das Faxgerät Jahrzehnte früher entwickelt und militärisch genutzt wurden, bevor sie allgemeine Bekanntheit erlangten und auf den Massenmarkt kamen.
        Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, dass der enorme Einfluss der Elektrizität im Kosmos und in der Atmosphäre durchaus bekannt ist.
        Seit über fünfzig Jahren arbeiten Wissenschaftler daran, unsere Atmosphäre zu ionisieren um damit die Erde selbst, Ihre Unwetter, ihre Trockenheiten, ihre Stürme, ihre Beben und ihre Zunamis zu einer globalen Waffe zu machen und natürlich ist auch die Eroberung des Weltalls zuallererst von militärischem Interesse. (Vergleiche Rosalie Bertell, Kriegswaffe Planet Erde oder „Löcher im Himmel“ von Nick Begich und Jeane Manning.

      5. hansarandt Autor

        Ich habe mich eingehend mit der speziellen Relativitätstheorie beschäftigt und in vielen Blogbeiträgen mit Naturwissenschaftlern drüber diskutiert.
        Meine ganz persönliche Überzeugung, warum diese Theorie nicht stimmen kann, habe ich in einem der letzten Blogbeiträge wie folgt zusammengefasst:
        Raum und Zeit sind Kategorien unseres Denkens, davon war Immanuel Kant überzeugt und ich teile diese Auffassung.
        Raum und Zeit selbst sind keine Gegenstände, keine Materie, mit räumlicher und zeitlicher Ausdehnung. Raum und Zeit sind keine gummiartigen Massen, die man dehnen oder stauchen könnte.
        Raum und Zeit sind Kategorien unseres Denkens vergleichbar etwa mit den Zahlen. Auch die Zahlen selbst haben keine räumliche oder zeitliche Ausdehnung. Sie sind Artefakte, vom Menschen entwickelte Hilfsmittel, um die Realität zu beschreiben.
        Die Zahlen selbst haben keine Auswirkungen auf die Realität. Würde man beschließen die Menge der natürlichen Zahlen um die Hälfte zu reduzieren, in dem man nur noch gerade Zahlen anerkennt und die ungeraden verwirft, müsste man einer abzählbaren Menge in Raum und Zeit nur andere Zahlenwerte zuweisen, die Menge selbst aber bliebe unverändert.
        Wenn wir die Jahre unseres Lebens nur mit Hilfe grader Zahlen abzählen, würden wir im Schnitt zwischen 160 und 200 Jahre alt.
        Genauso verhält es sich mit Raum und Zeit. Diese Kategorien unterliegen der menschlichen Willkür und sind genauso wenig vom Himmel gefallen wie die Zahlen.
        Diese Auffassung verträgt sich nicht mit der Relativitätstheorie, die Raum und Zeit quasimaterielle Eigenschaften zuschreibt.
        Selbstverständlich kann man Raum und Zeit „dehnen“, „stauchen“ und „krümmen“, wie Einstein behauptet. Es sind aber nur unsere Vorstellungen, die gedehnt, gestaucht und gekrümmt werden.
        Nur Zauberer wollen uns glauben machen, sie könnten alleine mit Ihren Gedanken die Welt beeinflussen, doch meistens handelt es sich dabei um nichts weiter als eine geschickte und nicht selten sehr einträgliche Täuschung des Publikums.
        Georg und Fritzchen haben auch einige interessante Gespräche dieser Frage gewidmet.

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