Der neue Österreicher in Paris

Wie war das schön, als 1989 die Mauer fiel. Der Kommunismus, die scheinbar letzte totalitäre Ideologie, ist an ihren eigenen inneren Widersprüchen gescheitert.

Der Sozialistische Einheitsstaat war bankrott und die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken hatte sich selbst abgeschafft.

Optimisten, wie der amerikanische Philosoph Francis Fukuyama, sprachen schon vom Ende der Geschichte. Das westliche Modell der  Demokratie habe den endgültigen Sieg davon getragen. Nun komme, wenn auch nicht die klassenlose Gesellschaft, so doch wenigstens das Reich der Freiheit, in dem alle selbstbestimmt und glücklich sind.

Wie wir alle wissen, kam es anders.

Samuel P. Huntington hatte gegen Fukuyama recht behalten. Wir gehen sichtbar mit riesen Schritten auf den von ihm prophezeiten, oder sollte ich sagen auf den von ihm geplanten,  Clash of Civilizations, dem Kampf der Kulturen zu.

Woran ist der Sowjetkommunismus gescheitert? Es zeigte sich, dass der Wettbewerb freier Akteure auf dem Markt dem schwerfälligen und kaum innovationsfähigen zentralistischen Wirtschaftssystem der UdSSR weit überlegen war.

Warum sollte das, was offensichtlich für Unternehmen und Aktiengesellschaften gilt, nicht auch für Staaten und Völker gelten?

Lebte und lebt Europa nicht auch vom freien Austausch und vom Wettbewerb unabhängiger Staaten und Völker? Und eint diese Völker nicht eine gemeinsame über zweitausend Jahre alte Kultur, das Christentum und die Philosophie der Antike, und eine gemeinsame Entwicklung seit der Aufklärung?

Sollten diese Staaten und Völker in ihren gemeinsamen Kulturraum nicht auch ihre Souveränität und Unabhängigkeit behalten dürfen, wie das für Aktiengesellschaften und Unternehmen selbstverständlich ist?

Leider beobachte ich auf dem Gebiet der Kultur und der Politik die genau umgekehrte Entwicklung. Europa ist wieder unterwegs auf dem Weg zu dem Einheitsstaat, der in Osteuropa gerade erst überwunden wurde.

Die Einführung des Euro hat genau wie der Zentralismus in der Sowjetunion zu einem wirtschaftlichen Niedergang der meisten Länder in der EU geführt. Ungeheure Schuldenberge müssen nun von den noch zahlungskräftigen Nationen übernommen, werden die damit ebenfalls auf die schiefe Bahn geraten.

Die Völker Europas haben längst erkannt, wie sehr ihnen diese Entwicklung geschadet hat. Die Briten haben bereits die Konsequenzen gezogen und Euro- und Europakritische Parteien wie die AFD in Deutschland haben einen nie gekannten Aufwind.

Wie unzufrieden eine Bevölkerung mit der herrschenden Politik sein kann, zeigen eben die Katalanen auf beeindruckende Weise.

Den Vogel schießt der neue französische Präsident Emmanuel Macron ab. In seiner berühmten Rede in der Sorbonne-Universität vor einigen Tagen, fordert er eine europäische Armee und eine europäische Finanzbehörde. Das heißt, er fordert die Abschaffung der Nationalstaaten  und die Einführung eines europäischen Einheitsstaates.

Eeine Europäische Armee könnte dann umso wirkungsvoller gegen die Abweichler im eigenen Land eingesetzt werden. Frau Merkel hat vor kurzem ein entsprechendes Gesetz verabschieden lassen. Es müssten keine katalanischen Polizisten mehr vor laufenden Kameras weinen, wie in Barcelona geschehen, sondern man könnte deutsche Söldner, wie damals im Spanischen Bürgerkrieg nach Katalonien schicken. Die hätten weniger Skrupel und könnten härter durchgreifen.

Der europäische Einheitsstaat, den Marcon offen fordert,  erinnert stark an die UdSSR weshalb böse Zungen schon lange von der EUdSSR mit Sitz in in Brüssel sprechen.

Der letzte, der versucht hat, einen Einheitsstaat in Europa unter (s)einer Führung aufzubauen, kam aus Österreich und ist 1945 kläglich gescheitert.

PS.: Beide, der alte und der neue Österreicher, werden und wurden von den gleichen Bankhäusern unterstützt.

 

 

 

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2 Gedanken zu „Der neue Österreicher in Paris

    1. hansarandt Autor

      Da gibt es eine ganze Reihe von Fröschen, die auf der anderen Seite des atlantischen Teiches saßen. Die bekanntesten sind Henry Ford und Prescott Bush, der Großvater von George W. Bush. Das Bankhaus Schröder, das beste Beziehungen zu den üblichen Verdächtigen hat, hat das meiste abgewickelt. Die Brüder vom anderen Teichufer haben den Österreicher von Anfang an unterstützt, nicht erst als er an der Macht war, sondern auch seinen Aufstieg finanziert. Das erklärt auch wie ein österreichischer Straßenkehrer deutscher Reichskanzler werden konnte. Denn auch für ihn gilt, von nichts kommt nichts. Durch den Freedom vor information act sind Archive geöffnet worden, die diese Geldströme eindeutig belegen. Aus den selben Quellen wurde auch schon der Aufstieg eines berühmten mittlerweile einbalsamierten Russen finanziert. Die Firma Rotschild tritt selten unter ihrem eigenen Namen auf. Bekannte Adressen sind JP. Morgan, die Familie Warburg und aktuell die Firma Black Rock. In den Archiven in Washington hat sich für uns zum Beispiel Eva Schweitzer, eine unverdächtige linke taz-Journalistin,
      https://www.amazon.de/Amerika-Holocaust-Die-verschwiegene-Geschichte/dp/3426777843
      oder Antony C. Sutton umgesehen.

      https://www.amazon.de/Street-Aufstieg-Hitlers-Andreas-Bracher/dp/3907564693/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1507041737&sr=1-1&keywords=anthony+sutton

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