Naturschutzparks des Männlichen III

Rennstrecken sind Naturschutzparks des Männlichen. Dort fahren Männer im Kreis. Genauer: sie rasen, und ihre Rennwagen verbreiten einen mörderischen Lärm.

Tausende am Streckenrand und Millionen an den Bildschirmen verfolgen begeistert die wilde Jagd und genießen das Dröhnen der Motoren. Diese Sinnlosigkeit“ ist die größtmögliche Provokation des gesunden Menschenverstandes.

Es scheint deshalb nur zwei Reaktionen zu geben: entweder man ist begeistert, oder man schüttelt den Kopf.

Um zu begreifen, was hier geschieht, muss man sehen, dass jedes Autorennen ein quasi-religiöses Ritual bietet:

Es hat seinen Kult, seine Fetische, seine Hohenpriester und die anbetende Gemeinde. In der modernen Welt der Ungewissheit und Lndirektheit fasziniert das Autorennen, wie jeder Sport durch die Klarheit der Resultate.

The winner is… Das Sportereignis ist ein Spektakel, aber zugleich auch Event und Ritual. Als Spektakel befriedigt es die Schaulust und Neugier; als Event beschwört es die Aura des Einmaligen; als Ritual suggeriert es Sinnstiftung.

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