Das Kartenhaus der Vernunft

Der Hirsch, der nach dem frischen Wasser schreit, mag das Wasserloch nicht finden, aber ist nicht sein Durst ein Zeichen, dass es Wasser gibt?

Dessen kann sich derjenige, der nach dem lebendigen Gott dürstet nicht so sicher sein. Schlimmer noch, wenn es womöglich nicht einmal einen Demiurgen gibt, gegen den man promethisch anklagend die Faust erheben könnte, wenn dem solchermaßen extravaganter leidenden Geschöpf die Erkenntnis dämmert, lediglich das Ergebnis eines absurden und unbegreiflichen Zufalls zu sein, wodurch die Anmaßungen und Postulate seiner Vernunft zusammenstürzen wie ein Kartenhaus.

Martin Lichtmesz: Kann nur ein Gott uns retten?

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3 Gedanken zu „Das Kartenhaus der Vernunft

  1. Kardinal Novize Igor

    Wenn wir eine Vielgötterei wären, müssten wir (in unserem pseudo-rationalen Zeitalter) Gott „Zufall“ als eine der höchsten Gottheiten preisen! Dicht gefolgt von Gott „Mode“ und Göttin „Toleranz“. *lach*!

    LG KNI

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Ich wäre dafür, Mutti Merkel zur Heiligen Jungfrau zu erheben, dann bekommt sie vielleicht sogar noch ein Kind, das aber die Menschheit sehr wahrscheinlich genauso wenig erlösen wird wie seine späte Mutter. Für die Rolle des Josef in diesem Drama stehe ich in diesem Fall allerdings nicht zur Verfügung.

      Antwort

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