Das Europa der „Regionen“

Spätestens seit der sehr merkwürdigen Amtseinführung des neuen Präsidenten der Grand Nation Frankreich vor der Europaflagge und mit der Musik der Europahymne, hätte man wissen können, wo der Hase langläuft.

Hat man bei der Beisetzung des Kanzlers der Einheit Helmut Kohl nicht schon Ähnliches erlebt mit seinem Sarg unter der Europaflagge.

Was vor vielen Jahren mit winzigen blauen Farbklecksen und goldenen Eurosternchen auf unseren Nummernschildern klein angefangen hat, soll nun in den nächsten fünf bis maximal zehn Jahren zur vollen Blüte gebracht werden: Die vereinigten Staaten von Europa oder, um es noch genauer auszudrücken, die Europäische Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken kurz die EUdSSR.

Macron will zunächst einen europäischen Finanzminister und dann auch einen europäischen Verteidigungsminister einsetzen. Martin Schulz hat schon mal ein Zeitfenster aufgemacht: Bis 2025 soll der Prozess abgeschlossen sein.

Man spricht jetzt schon vom Europa der „Regionen“.

Was mich da hellhörig werden lässt, ist das wovon man nicht spricht: Vom Europa der Nationen.

Man spricht deshalb nicht davon, weil das, worüber man noch sprechen könnte sehr bald abgeschafft werden soll.

In Frankreich hat man die Trikolore zur Siegesfeier Macrons gar nicht erst aufgezogen und auf dem Sarg des Kanzlers der deutschen Einheit wurde die Fahne dieser Einheit lieber gleich ganz verzichtet.

Wie das mit dem Europa der „Regionen“ funktionieren könnte, wird zur Zeit in Katalonien ausprobiert.

Interessanter Weise ist die Unabhängigkeitsbewegung in Barcelona gar nicht nationalistisch und rechtskonservativ, wie man erwarten könnte, sondern im Gegenteil globalistisch und zum Teil linksradikal.

Rechts ist die Regierung in Spanien, die diese Bewegung vorerst gewaltsam gestoppt hat.

Puigdemont, der Präsident der Unabhängigkeitsbewegung, hat sich auch, anders als gewöhnliche nationalkonservative Parteien, für den direkten Anschluss Kataloniens an die EU stark gemacht, eben für ein „Europa der Regionen„.

Folgerichtig bekam er auch ausgerechnet in Brüssel Asyl und startet jetzt in die zweite Runde gegen den spanischen Nationalstaat.

Dem gleichen Kalkül folgt der Kompromiss, den Sebastian Kurz in Österreich den Freiheitlichen abgerungen hat. Die Balkanrute bleibt geschlossen, wenn ihr dafür gerade steht, dass kein Referendum des Volkes gegen den Verbleib in der EU zu Stande kommt.

Ein Europa der Regionen, hatten wir das nicht schon einmal?

Mich erinnert das auf fatale Weise an den Krieg in Jugoslawien. Auch dort hat man durch die schnelle Anerkennung von kleinen Teilstaaten zunächst ein Problem geschaffen, für das man auch schon gleich die Lösung hatte: „Operation Allied Force“ (OAF), einer der größten Bombenangriffe auf ein Land nach dem Zweiten Weltkrieg.

Am Ende stand auch das Ende Jugoslawiens als Nationalstaat und wieder einmal wurden die Anführer der Besiegten Feinde vor ein Kriegsverbrechertribunal gestellt. Der Ausgang der Prozesse, war bekannt lange bevor die Verhandlungen begonnen hatten.

Die mehreren hunderttausend Seiten umfassenden Akten dieser stalinistischen Schauprozesse sind der Nachwelt erhalten geblieben. Die Hauptangeklagten sind mitterlweile auf die eine oder andere Weise ums Leben gekommen.

Im Grunde genommen war das ganze eine Militärübung mit echten Toten. Kein einziger Pilot der alliierten Bombenflugzeuge ist dabei zu Schaden gekommen. Unter den Bombenteppichen war allerdings Platz für tausende Tote.

Auf dieser Blaupause wird zur Zeit der Konflikt in Katalonien geschürt. Das Opfer, das gebracht werden soll, wird auf jeden Fall Spanien sein.

Wer weiß, vielleicht kann man in Bayern oder anderswo, auch eine Bewegung ins Leben rufen, mit der man in das „Europa der Regionen“ starten will.

Wer den Anschluss nicht verpassen will, sollte schon einmal die Ode an die Freude üben.

Die Erinnerung an den Komponist Ludwig van Beethoven wird dann das letzte sein, was noch an eine Gegend erinnert, die einmal den Namen Bundesrepublik Deutschland trug und in der es noch einige wenige Menschen geben wird, die dort schon länger leben.

Es soll ja hierzulande ein große Menge Menschen geben, die sich darauf freut und es gar nicht mehr erwarten kann, bis es endlich soweit ist.

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