Silvester mit Fritzchen und Angela

Anfang Januar 2018 wurde mir folgender Handy-Mitschnitt zugespielt. Es handelt sich sehr wahrscheinlich um ein Gespräch zweier Mitarbeiter aus dem Wahlkampfteam von Angela Merkel.

„Fritzchen“ ist ein hochbegabter partiell autistischer junger Mann, der auf einem Eliteinternat zwei Klassen übersprungen hat und „augenscheinlich“ noch  unter achtzehn Jahre alt ist.

„Georg“ wird im Team „Der Fuchs“ genannt, der hervorragende Arbeit leistet, aber immer mal wieder zu tief in die Flasche schaut, so auch an Silvester:

Fritzchen: Wie soll denn das jetzt weitergehen?

Georg: Was weitergehen? sehr unkonzentriert glasiger Blick

Fritzchen: Ja das mit unser Kanzlerin und so.

Georg: Du stellst Fragen.

Fritzchen: Wir haben doch alles richtig gemacht.

Georg: Was haben wir richtig gemacht?

Fritzchen: Das mit dem Wahlkampf und so, Georg, das kannst du doch nicht vergessen haben.

Georg: Ich versteh nur Bahnhof, ich geh jetzt mal die Silvesterraketen holen, es geht gleich los.

Fritzchen: Jetzt bleib mal hier, wir haben noch über eine Stunde Zeit. Ich will jetzt wissen, was wir machen sollen, im neuen Jahr. Wir haben die Kanzlerin im Wahlkampf doch so gut beraten.

Georg: Stimmt, aber ich habe glaube ich schon zu viel von dem Wein getrunken, ich kann mich gerade gar nicht mehr erinnern.

Fritzchen: Weißt du nicht mehr, der Angela ging es ganz schlecht. Immer haben die gepfiffen auf den Wahlkampfveranstaltungen und sie war schon ganz verzweifelt.

Georg: Du hast recht, ich hatte schon gar keine Lust mehr, da mit hin zu gehen auf diese Veranstaltungen. Aber es war ja unser Job, schließlich wurden wir ja auch ganz gut bezahlt.

Fritzchen: Weißt du denn nicht mehr, nach ihrem Horrorauftritt in München, auf der Krisensitzung.

Georg: Krisensitzung?

Fritzchen: Wir saßen alle zusammen und haben überlegt, wie wir den Karren noch aus dem Dreck ziehen könnten.

Georg: Ja jetzt weiß ich wieder. Die Stimmung war so schlecht, dass wir glaubten, sogar die SPD könnte noch an uns vorbeiziehen.

Fritzchen: Eben und da hatte ich die geniale Idee

Georg: Du meinst die Sache mit dem Schulz?

Fritzchen: Genau. Trink mal einen Schluck Wasser, damit du wieder klar im Kopf wirst.

Georg: Also die Idee mit dem Schulz war wirklich gut.

Fritzchen: Wir brauchten einen SPD-Kandidaten, der noch weniger Charisma hat und noch schlechter aussieht, selbst wenn er ausgeschlafen ist und noch weniger geleistet hat wie unsere Angela.

Georg: Jetzt fällt es mir wieder ein. Wir hatten ja noch eine viel bessere Idee. Wir haben gleich zu Anfang ausgemacht, dass die SPD nach der Wahlschlappe die ganze Verantwortung übernimmt und in die Opposition geht.

Fritzchen: Genau das war genial. Unsere Angela fährt in der Wahlnacht mit Vollgas gegen die Wand, steigt aus und sagt, Hurra, ich lebe noch.

Georg: Ja das war prima und die SPD nimmt die ganze Schuld auf sich und geht in die Opposition und ist stärkste Partei und stellt die Vorsitzenden in den Ausschüssen.

Fritzchen: Ja, ja aber die Idee mit dem Lindner war noch viel besser.

Georg: Der sieht ja auch so gut aus, mit dem kann man prima Werbung machen.

Fritzchen: Ja, ja, es war gar nicht so einfach, unsere PR-Abteilungen davon zu überzeugen, dass die CDU- und die SPD-Plakate alle ganz langweilig aussehen sollten.

Georg: Ja unser Schwarzweisdesign für die FDP das sah so richtig Hipp aus.

Fritzchen: Und erst dieser Spruch:Digital first. Bedenken second“

Georg: Ja der war genial. Bedenken second. Erst handeln, dann denken, sowas mögen die Leute, das ist modern.

Fritzchen: Ja und dann diese geniale Idee der AFD die Inhalte zu klauen. Mit der FDP gegen Massenzuwanderung.

Georg: Das war prima. Auf einmal durfte man dagegen sein ohne sich dabei schlecht oder gar wie ein Nazi vorkommen zu müssen.

Fritzchen: Ja, auf einmal war alles ganz einfach. Man musste nicht raus aus dem Konsens, man durfte drin bleiben, man musste sich nicht rechtfertigen, nicht vor seiner Frau, nicht vor seinen Kindern, nicht vor seinem Arbeitgeber, nicht vor seiner Kirche, nicht vor dem Vereinsvorsitzenden seines Fußballclubs.

Georg: Hach die FDP, ich sag es ja immer wieder, welche Dinger wir mit der Partei schon gedreht haben, einfach großartig.

Fritzchen: Ja und dann die Idee mit Jamaika. Wie heißt doch der Amtseid unserer Kanzlerin? “Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle Jamaikas widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden werde. So wahr mir Ras Tafari helfe.

Georg: Ras Tafari?

Fritzchen: Na, der König der Könige, der Löwe aus dem Stamm Juda, der auserwählte Gottes. der Ras Tafari!

Georg: Schade, dass es nicht geklappt hat, jetzt haben wir immer noch diese blöde Fahne, die unsere Angela ja so gar nicht leiden kann.

Fritzchen: Halb so schlimm. Kommt Zeit geht Fahne, wir schaffen das.

Georg: Ja ja, der Trick war ja, dass dieser Lindner jetzt noch besser dasteht als vorher. Er ist jetzt der erste Politiker in der FDP, der Rückgrat gezeigt hat.

Fritzchen: Unfassbar, das ist ja wie die Geburt Christi, sowas gibt es nur einmal auf der Welt.

Georg: Ja und die SPD steht jetzt auch viel besser da. Sie zeigt jetzt nationale Verantwortung und nimmt unsere Kanzlerin richtig ran und holt echt was raus bei den Verhandlungen.

Fritzchen: Ja, bis jetzt haben wir alles richtig gemacht.

Georg: Genau, ich geh jetzt mal in den Keller und hole die Böller, wir haben nur noch eine viertel Stunde.

Fritzchen: Und wie geht es dann im nächsten Jahr weiter?

Georg: Lass uns das übermorgen besprechen, wenn ich keinen Kater mehr habe.

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3 Gedanken zu „Silvester mit Fritzchen und Angela

    1. hansarandt Autor

      Ich bin schon riesig Gespannt auf den zweiten Akt. Ich nehme noch Wetten an, wer diesmal den Hauptdarsteller gibt. Ich wette auf Herrn Spahn von der CDU. Der ist zwar keine Frau, dafür aber gay proud, jung, intelligent, und attraktiv. Leider war er noch nicht beim Kasting bei den Bilderbergern aber das kann man nachholen. Der Junge hat echt Potential. Vielelicht gibt er für uns den Kurz und alles wird gut. Die CSU hat morgen auf ihrem Dreikönigstreffen schon mal den Victor Orban eingeladen, damit er ihnen erklärt, wie es gemacht wird. Der Stern der Weisen, zeigt in die richtige Richtung. Vielleicht müssen sich schon bald ein paar mit ihrem nicht mehr ganz so jungen Kind auf den Weg in Richtung Ägypten oder so ähnlich auf den Weg machen. Allah möge seine schützende Hand über ihnen halten.

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