Moderne Leistungsgesellschaft

Schaut wir inszenieren uns und zeigen mit dem Finger auf die, die wir für böse Menschen halten, in der Hoffnung, dass man uns für gute Menschen hält. Schaut, wir haben noch nichts geleistet und auch nicht vor, etwas zu leisten, deshalb müssen wir uns inszenieren und der Welt vorspielen, wir würden etwas leisten.

In der Zeit, in der die Studenten sich inszeniert haben, hätten sie auch einem Obdachlosen in München ein Mittagessen kaufen können, die Isarwiesen säubern oder im Tierheim aushelfen können. Aber das sind Tätigkeiten, mit Arbeit verbundene Tätigkeiten, noch dazu nützliche Tätigkeiten, die sich nicht mit der Selbstinszenierung als moralisch überlegener Gutmensch vertragen.“

Michael Klonowski

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