Bullshit

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13 Gedanken zu „Bullshit

  1. Kardinal Novize Igor

    ja, die Sache mit dem Fegefeuer….ist natürlich missbraucht worden.

    Denn Fegefeuer, als Übergang zur Ewigkeit, meint (im kath) im Angesicht der Liebe Gottes die eigene Unzulänglichkeit zu erkennen. Dann geniert man sich, sozusagen bis zum Tode, man bereut, und es fällt einem ein Stein vom Herzen — und dann gehts in den Himmel.

    Darum ist natürlich ein Storno aufs Fegefeuer Mißbrauch oder besser gesagt: Bullshit.
    —-
    Sellner hat in einem Interview folgendes (sinnvolles) gesagt (frei zitiert): „Wenn irgendein Islamist einen Anschlag verübt, kreischen die Mainstrem-Medien, man dürfe diese paar gewaltbereiten Jihadisten nicht mit der Masse der Moslems gleichsetzen. Sondern man müsse mit den gewaltlosen den Dialog suchen…“ (Anm: Sellner findet das aber richtig, und ich auch)
    Sellner weiter: „wenn aber ein gewaltbereiter Rechter einen Anschlag durchführt – der freilich ebenso abzulehnen ist- wird KEIN Unterschied zwischen gewaltlosen Rechten und Rechtsextremen gemacht. Es wird NICHT der Dialog mit den gewaltlosen Rechten gesucht. Im Gegenteil: man konstruiert Zusammenhänge, um auch die gewaltlosen Rechten verleumden zu können. Das ganze funktioniert nach dem Prinzip der Sippenhaft….schuldig ist nicht mehr nur der, der kriminell ist, sondern auch der, der von diesem Kriminellen sympatisch gefunden wird. So lässt sich nach Belieben jede mißliebige Meinung verfolgen, weil: irgend einen Narren findet man immer.“

    Auch wenn ich Sellners „Patriotismus“ nicht für das Allheilmittel halte, ich also in vielen Dingen anderer Meinung bin – die Art, wie mit ihm umgegangen wird, ist letztklassig und demokratiefeindlich.

    LG KNI

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Das mit dem Fegefeuer sehe ich auch viel differenzierter als „Fritzchen“, ich habe dieses Beispiel nur deshalb gewählt, weil ich in dieser Frage sicher auch im Mainstream noch große Zustimmung erhalte. Wie heißt es so schön, man muss die Menschen da abholen, wo sie stehen.
      Mit Martin Sellner rennst du bei mir offene Türen ein. Schon lange lasse ich kaum eine Folge seiner Vlogs aus. Besonders gut gefällt mir das Format Martin Sellner lang, besonders die letzte Folge und die Mellange mit Martin Lichtmesz. Die Idee zu dem Papa und das Klima Video habe ich glaube ich von ihm. Hinter dem „menschen gemachten Klimawandel“ steht die gleiche Ideologie wie inter der globalen Migrationsephorie: No border, no nation, no country, no…..
      Was man Sellner vielleicht vorwerfen kann, dass er sehr monothematisch auf das Thema Migration und die Folgen fixiert ist. Das unterscheidet ihn strukturell nicht von seinen Gegnern, die ebenso monothematisch einen „Kampf gegen Rechts“ führen.
      Was ich an seinem Patriotismus sympatisch finde, dass er ihn nicht auf Österreich oder Deutschland allein bezieht, sondern die Kultur des europäischen Abendlandes verteidigen will. Bis vor Kurzem wäre das noch die selbstverständlichste Sache der Welt gewesen heute bewegen sich solche Anschauungen am Rande der Kriminalität. Es ist der Mainstream, der sich um fast 180 grad gedreht hat in den letzten 50 Jahren, was damals noch verrückt war gilt heute als normal und was damals normal war wird heute kriminalisiert. Martin sellner hat das in seinem letzten Martin Sellner lang, sehr differenziert dargestellt.
      Was genau findest du an Sellner kritisierenswert?

      Antwort
      1. Kardinal Novize Igor

        Zuerst sag ich einmal rein aus dem Bauchgefühl: Sellner ist mir nicht wahnsinnig sympathisch. Er wirkt sehr „stramm“. Nicht so meines.

        Aber das ist natürlich noch kein Grund. Das Problem sehe ich eher darin, dass der „Patriotismus“ ein gutes emphatisches Momentum für ein Fußballspiel uä bietet, aber keine Grundlage für eine funktionierende Kultur oder ein erfülltes Leben ist. Mir fehlt: das christliche.
        Dieses christliche sagt zb auch aus, dass man Menschen helfen soll. Auch denen, die mir feindlich gesinnt sind. Das passt aber wohl nicht in Sellners Kategorien. Wie auch auf meinem Blog schon sagte: „Linksliberalismus und Rechtsnationalismus sind nur andere Seiten derselben materialistischen Medaille.“

        Umgekehrt habe aber auch ich das Recht, so zu helfen, dass ich mich nicht in Gefahr begebe. Dass die Gesellschaft stabil und frei bleibt. Dass sich Christen und Juden NICHT fürchten müssen. Die beste Hilfe wäre also, erst einmal diese Scheiß-Kriege, die die NATO angezettelt hat, zu beenden. Die zweite Hilfe wäre, die Leute zurück zu schicken, dort aber für Gerechtigkeit zu sorgen. Dazu müsste man aber erst die Hochfinanz ent-sorgen….

        LG KNI

      2. hansarandt Autor

        Patriotismus meint die Pflege und Erhaltung der eigenen Identität. Wer mit sich selbst identisch ist, ist auch glaubwürdig. Ich erwarte von den Eltern, dass sie für ihre Kinder einstehten, wenn es sein muss mit ihrem eigenen Leben. Vor nicht allzu langer Zeit erwartete man mit der selben Selbstverständlichkeit, dass ein Mann für sein Volk einsteht. Leider haben die Kriege nicht nachgelassen, seit dem das aus der Mode gekommen ist. Die Begründungen haben sich geändert, die Kriege sind geblieben.
        Sicher wäre es schön, wenn die Kriege aufhören würden und die Hochfinanz in Rente ginge aber können wir beide das erreichen? Wohl kaum. M.S. lässt sich davon nicht entmutigen. Er sagt, es geht um die Herrschaft über die Köpfe, die Metapolitik, darum, was sagbar ist und was nicht. Dieses Terrain wird vom kulturmarxistischen Liberalismus und der Genderideologie beherrscht. Es geht darum die Deutungshoheit zurück zu gewinnen. Weil das genau den Kern der Sache trifft, ist M.S. so gefährlich. Deshalb wird er auch mit einer Emphase verfolgt, die ihres Gleichen sucht. Als ich ihn das erste maauf Youtubel sah, dachte ich spontan: Der meckert nicht nur rum, der will wirklich was verändern und der hat eine Idee, wie das gehen könnte, wie man mit 300 Getreuen den Diskurs verändern kann. Das ist der erste, den sie umbringen werden.

      3. hansarandt Autor

        Ich weiß nicht, was an M.S. „stramm“ sein soll. Auf mich wirkt er immer locker und gut gelaunt, selbst dann noch, wenn er wegen der neusten Repression eigentlich am Boden zerstört sein müsste.

  2. Kardinal Novize Igor

    PS :
    Hitler zb. hat Anton Bruckner verehrt. Nach der Logik der mainstream-Medien müsste dieser also ein Nazi sein. War Bruckner aber nicht.

    LG KNI

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Im Grunde genommen sind alle Argumente, die im Kampf gegen Rechts vorgebracht werden Bullshit. Es geht niemals um die Wahrheit, sondern immer nur darum, wie man bestimmten Leuten schaden kann. Das ist die einzige Frage, über die Mainstreamjournalisten regelmäßig nachdenken. Niemals geht es darum, was tatsächlich passiert ist, sondern immer nur darum, wie man das hindrehen kann, damit es den richtigen, also dem politischen Gegner schadet, bullshit eben

      Antwort
  3. Kardinal Novize Igor

    Vielleicht fällt die Sellnersche Strammheit in Deutschland nicht auf; in Österreich schon.

    Ich werde mich hier nicht dafür rechtfertigen, dass ich Menschen nicht ertrinken lassen will. Und natürlich gebe ich Sellner in vielem recht, sage aber, dass er das Problem nicht bei der Wurzel packt. Die Welt wird durch Ideen verändert, erst dann kommen die Aktionen. Und der Patriotismus/Nationalismus ist doch auch ein alter Hut.
    Natürlich bin ich für Nationen und für Identität, aber die Kultisierung dieser Dinge zur „Idee“ führten zum 1.Weltkrieg und zum Marxismus: siehe die materialistische Medaille.

    Die Grundidee muss eine profundere sein. Eine Nation ist nichts, wenn sie nicht durch Höheres zusammen gehalten wird. Auch das Hl Römische Reich zerfiel mit der Spaltung zw Katholizismus u. Protestantismus, weil es seinen inneren Sinn verlor. Alle „nationalen“ Beschwörungen brachten nichts.

    Ebenso wird das Abendland zerfallen, wenn es nicht zum Glauben kommt.

    LG KNI

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Das Problem besteht ja nicht darin, dass die Menschen keinen Glauben hätten, im Gegenteil. Sie glauben bereitwillig alles, was ihnen ihnen der Maianstream ins Gehirrn wäscht. Das ist heute nicht anders als im Mittelalter, im „real existierenden Sozialismus“, im Nationalsozialismus oder „im derzeit besten aller existierenden Länder, in dem wir alle gerne leben“.
      Der Glaube ist nicht das Problem. Viel wichtiger finde ich die Frage, woran wir glauben. Der vermeintliche Unglaube der Moderne ist meiner Meinung nach in Wahrheit ein naiver Glaube an das, was in der Zeitung steht und eine unreflektierte Übernahme der Feindbilder die dort täglich angeprangert werden. Im Grunde genommen ist die heutige Bevölkerung genauso obrigkeitshörig und willfährig, wie im Mittelalter oder im nationalen oder internationalen Sozialismus.
      Da dir offensichtliche was am „Abendland“ liegt, wäre die Frage, was genau das ist, und wie wir das retten können.

      Antwort
      1. Kardinal Novize Igor

        Über den Glaubensbegriff der Gegenwart sind wir uns ziemlich einig, da brauche ich wohl nichts mehr zu schreiben.

        Wenn ich von „Glauben“ spreche, meine ich natürlich den christlichen. Oder von mir aus jenen an liebendes, höheres Wesen, ein „Du“, das über Zeit und Raum steht. (Und damit „Geist“ ist)..

        Das heutige „Abendland“ aber ist ein lebender Leichnam.
        Die meisten Menschen sind spirituell unmündig und nicht mehr in der Lage, nach diesem „Du“ zu suchen.

        Ich möchte nur ein einziges Symptom dafür schildern:

        Unsere Kultur kann die Qualität verschiedener geistlicher Schriften nicht mehr beurteilen. Daher der unglaubliche Dumm-Satz: „Alle Religionen sind im Grunde gleich.“

        Tatsächlich gemeint ist: „Ich verstehe keine einzige der Heiligen Schriften, weder meiner, noch einer anderen Kultur.“ Was man nicht versteht, klingt immer „gleich“.

        So, wie für einen Volksschüler die Formeln der höheren Mathematik alle „gleich“ aussehen. Die vielen Zeichen und Symbole verwirren ihn höchstens.

        Noch nie hat es spirituelle Hilflosigkeit in einem solchen Ausmaß gegeben. Manche spüren das instinktiv, und suchen daher nach einer Identität: Sellner zb. Der aber zieht erst recht wieder die pseudo-Religion des Nationalismus aus dem alten Hut….

        Wenn man mich also fragt was „Abendland“ ist, hier ein kurzer Versuch:

        Abendland- das ist der Spannungsraum zwischen der Großtat des Erlösers und dem „Weitergehen“ des normalen Lebens, zwischen der himmlischen Ruhe und der Hektik, aufgrund des Gebotes der Nächstenliebe, die Welt auch hier unten verbessern zu wollen.

        Es ist der Spannungsraum zwischen Altruismus und dem ungeheuerlichen Erfolg, den Europa eben dadurch hatte (das müsste man wohl genauer ausführen, aber dazu bräuchte ich viel mehr Zeit).

        Und dieser Spannungsraum verflacht zur Zeit. Was folgt, ist aber nicht Entspannung, sondern die Leere. Wenn diese Leere einen gewissen Punkt erreicht, wird das Abendland implodieren, ganz gleich, wer oder was zuwandert oder nicht zuwandert.

        Migration ist also tatsächlich nur ein Randproblem. Das Hauptproblem sind wir selber.

        Das Abendland ist zu faul geworden, auf seine alte Mystik zu rekurrieren, und streckt sich daher begierig nach Neuem: den exotischen Religionen. Dabei gewinnen sie freilich nichts neues, sie verlieren nur das Alte und -in dem Fall-Gute: Wir wären dann beim Relativismus.

        Dieser Relativismus kommt allen jenen zupass, die -wie du richtig sagst – Pseudoreligionen einführen wollen: die Pseudoreligion des geldes, der “ klassenlosen Gesellschaft“, der Medienhörigkeit etc. Und da wir zu dem allem nicht auch noch Islamismus brauchen (der genügend materialistische Anteile hat), bin ich grundsätzlich gegen Migration.

        Eine inner-christliche Migration halte ich hingegen, mit Vorbehalten, für relativ ungefährlich.

        In der Praxis wäre ich dafür, Flüchtlingsstädte in N-Afrika aufzubauen, so dass keiner ertrinken und keiner nach Europa muss, Ich wäre für eine rigidestmögliche Beschränkung der Vergabe von Staatsbürgerschaften, und natürlich, aus Effizienzgründen, für die Pflege eines sinnvollen aber auch nicht zu pathetischen Nationenbegriffs. Und natürlich wäre ich dafür, christlichen Flüchtlingen den Vorzug einzuräumen, ohne deshalb die anderen zu „vergessen“.

        Vielleicht ist meine Strategie auch falsch, ich weiß es nicht; vielleicht ist es Gottes Plan, das Abendland eben dafür, dass es sich nicht mehr an die Gebote Christi hält, zu vernichten. Wenn es so ist, würde ich entspanntes Zusehen vorschlagen….

        Nur: So lange ich es nicht besser weiß (ich weiß es nicht besser, habe keine „Zeiten und Fristen“ erfahren…..), halte ich eben ein Zurückfinden zu Christus für das Beste, und hierfür scheinen mir die obigen Mittel am ehesten geeignet: Das Christentum im eigenen Land zu stärken, ohne dabei das Gebot der Nächsten- und Feindesliebe zu verletzen.

        LG KNI

        PS.: Das ist natürlich alles sehr fragmentarisch formuliert, bitte um Nachsicht

      2. hansarandt Autor

        Ich kann dir eigentlich in allem nur zustimmen. Das größte Problem sind wir selber.
        Mich erinnert das an einen seh gebildeten Abt in einem Kloster in Armenien, den ich kennen lernen durfte. Er sagte der Westen und mit ihm die westlichen Kirchen werden durch den Verfall ihrer Werte, ihrer Traditionen, ihrer Spiritualität und ihre Anbiederung an den atheistischen Zeitgeist zu Grunde gehen.
        Dein Vorschlag mit Flüchtlingslager in Nord Afrika, hat neulich ein Professor bei einer Podiumsdiskussion mit Frau Kramp-Karren Bauer gefordert. Seine Uni hat ihm darauf hin die Lehrerlaubnis entzogen. Wahrscheinlich wird man solche unbequemen Menschen ausbürgern, wie man es seinerzeit mit Wolf Biermann gemacht hat. Willkommen in der DDR 2.0.
        In Österreich sah es ja eine Zeit lang besser aus aber nach der erfolgreichen widerlichen Geheimdienstaktion gegen die Regierung und den schweren Geschützen, die gegen die IB aufgefahren werden, ist das nun nicht mehr der Fall.

  4. Kardinal Novize Igor

    Dass sie den Professor wegen eines humanitär sinnvollen Vorschlages abgesetzt haben, ist nicht nur ein Skandal, es ist ein Alarmzeichen.
    Auch dem armenischen Abt muss ich leider recht geben. So eine Bekanntschaft fehlt mir leider….!

    LG KNI

    Antwort

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