Welcher Glaube ist der einzig vernünftige?

Der katholische Glaube ist der einzig vernünftige.

Chersgerton sagte einmal: „Das Christentum hat wahrscheinlich mehr Paradoxa als jede andere orientalische Religion.

Das ist natürlich die großartig auftrumpende Blasphemie eines Reaktionärs, der die strenge ständische, kulturstiftende Seite des Katholizismus abfeiert und in Stellung bringt gegen das billige Gott- und Göttingeplärre halbdebiler staats- geschlechter- und sittenauflösender protestantischer Verbrüderungschristen unserer Kirchentage, die es auch schon zu Chestertons Zeiten gab.

Er meinte zu diesen Typen, sie seien wohl „die einzigen Urchristen, die zu recht an die Löwen verfüttert worden wären.

Matthias Matussek

 

27 Gedanken zu „Welcher Glaube ist der einzig vernünftige?

  1. Kardinal Novize Igor

    Ich würde hier differenzieren: Das schwerfällige des Katholischen ist Vor-und Nachteil zugleich.Vorteil: die liturgische Würde. Die katholische Eucharistie ist nicht nur Gedächtnismahl. Nachteil: Wenn sich ein infantiler katholischer Wellnessglaube in der kath Kirche breit macht, hat er auch gleich eine Bürokratie zur Hand, die das Schlechteste aus „konservativ“ und „liberal“ befördert: Konservative Borniertheit mit liberaler Substanzlosigkeit.

    Das wäre dann freilich wieder ein Paradox!

    Wobei man noch dazu sagen muss: Die Urchristen hatten wenigsten den Mut, für ihren Glauben zu sterben. Das ist durchaus männlich.
    Welchen Christen sich Matussek wünscht, weiß ich nicht. Sollte es sich hierbei um den strammen Militärchristen mit Affinität zu korrupter (Vatikan-)Bürokratie handeln, teile ich diesen Wunsch nicht.

    PS.: Das sind alles sehr interessante Anregungen, aber warum so viele auf einmal?

    LG KNI

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    1. hansarandt Autor

      Das mit dem Märtyrertum finde ich auch gut gut. Benedikt XVI. Hat das auch in seinem Sendschreiben gegen die Moraltheologie, gegen das Prinzip, der Zweck heiligt die Mittel in Stellung gebracht.

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    2. hansarandt Autor

      Die vielen Beiträge entstammen überwiegend aus dem Buch Kulturmarxismus von Benjamin Kaiser, aus dem ein tiefer reflektierte christlicher Glaube spricht. Ich glaube er ist auch katholisch.

      Antwort
    3. hansarandt Autor

      Die Amazonassynode hat begonnen. So weit ich gehört habe steht die Frauenordination auf der Agenda. Ich bin nicht gegen die Frauenordination aber ich befürchte, dass, wenn das durckommt, das der Anfang vom Ende der Evangelischen Kirche sein könnte.

      Antwort
      1. Kardinal Novize Igor

        Ich habe das Arbeitspapier der Amazonassynode durchgeblättert. Es ist zwar von Frauen in verantwortlichen Postionen die Rede, nicht aber vom Frauenpriestertum. Allerdings von älteren verheirateten Männern als Priestern.

        In der evangelischen Kirche gibt es viele sehr spirituelle Ausrichtungen; das finde ich gut. Da könnten viele Katholiken das Beten lernen! Schade finde ich aber, dass der Evangelismus die Eucharistie abgeschafft hat; da ist meiner Ansicht nach etwas wichtiges verloren gegangen.
        Das „Wort“ Gottes reicht nicht, ist mithin nicht Wort Gottes, wenn es nicht „Fleisch“ wird – also Leib Christi. Man sehe es mir nach, ich bin eben ein typischer Katholik!

        LG KNI

      2. hansarandt Autor

        Ich bin zwar evangelisch, weil es meine Eltern auch waren und weil ich mich als Erwachsener bewusst dazu entschieden habe, trotzdem teile ich Deine Meinung, daß der Protestantismus so manches Kind mit dem Bade ausgeschüttet hat. Neben der Heiligkeit der Eucharistie, die mit der Priesterweihe steht und fällt,
        ist es die Marien- und Heiligenverehrung, das Ehesakrament und ganz wichtig, das Bußsakrament, auch die Krankensalbung ist eine sehr gute Sache. Was ich jenseits der Sakramente an der katholischen Kirche auch schätze ist ihr Verständnis für Tradition und Hierarchie.
        Sehr gut finde ich, dass sich die Lehre der Kirche nicht allein auf die Schrift, wie im Luthertum, beruft, sondern, so Benedikt XVI., auch auf die Vernunft und das Naturrecht.
        Auf den Zölibat könnte ich am ehesten verzichten, ist ja auch kein Sakrament im eigentlichen Sinne, wohl aber die Ehe, und das finde ich sehr wichtig.

  2. Kardinal Novize Igor

    Wenn ich es einmal so sagen darf: In der katholischen Kirche verhält sich die Schrift zu den Sakramenten wie eine Stausaugerbedienungsanleitung zum Staubsauger. Da wir in der Eucharistie die direkte Gegenwart Gottes glauben, ist die Schrift die „Anleitung“ zur Heiligen Messe und zu einem guten Leben, das uns zum Empfang der Eucharistie würdig macht. So weit das eben geht!

    Ich empfinde die Eucharistie auch insofern als verbindend, als da auch ein Priester oder Bischof dieselbe feiern kann, der nicht meiner Meinung ist. Und nicht der Meinung irgend eines anderen sein muss. Er muss nicht einmal moralisch einwandfrei sein -sonst dürfte niemals einer die Messe feiern – und dennoch dürfen wir an die Gegenwart Gottes glauben. Das ist, im Gegensatz zum Tolerantismus, tatsächliche Toleranz, die zugleich nichts zudeckt oder verflacht!

    Ich habe noch gelernt: Die Kirche basiert auf „traditio et scriptura“ – in dieser Reihenfolge. Doe Sache mit der Hierarchie hat freilich auch Nachteile, wenn man sie so auffasst, dass man einem Bischof, weil er Bischof ist, nicht widersprechen dürfe. Diese Auffassung gibt es teilweise immer noch.

    Ich sehe es so: Der Bischof oder Priester ist der Leiter der Messfeier; da halte ich mich an seine Anweisungen. Aber nachher, wenn wir auf ein Bier zusammensitzen, sage ich ihm meine Meinung, als mündiger und intellektuell ebenbürtiger Christ.

    LG KNI

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    1. hansarandt Autor

      Leider ist uns Protestanten das Verständnis und auch das Empfinden für die Heiligkeit der Eucharistie verloren gegangen und bis heute nicht zurück gekommen. Deshalb wird das Abendmahl, das sich selbst nur noch als symbolische Inszenierung der Eucharistie versteht auch nur noch einmal im Monat gefeiert. Nicht mehr das Erlebnis der Gemeinschaft untereinander und mit Gott steht im Mittelpunkt, nicht mehr das Gefühl wird angesprochen, sondern der Kopf, mit dem Wort, der Ermahnung, der Predigt. Deshalb geht es in der Evangelischen Kirche leider fast ausschließlich nur noch um Moral, nicht aber mehr um tiefen Glauben und das Vertrauen zu Gott. Außerdem verkommt ihre Moral zu einer Wiederholung, zu einem Abklatsch der Maximen, die im Mainstream gerade oben auf der Tagesordnung stehen. Das ist heute in den Zeiten der Heiligen Greta nicht anders, als es bei den Deutschen Christen im Faschismus gewesen ist. Die Evangelische Kirche ist ein Schiff, das auf den Wellen (mit)schwimmt. Längst hat die evangelische Kirchen vergessen, dass das Reich Gottes nicht von dieser Welt ist. Selbstverständlich trifft das nicht auf alle evangelischen Kirchen zu.

      Die Katholische Kirche war lange Zeit noch der Fels in Brandung, der sie nach ihrem Selbstverständnis, der Stuhles Petri, sein sollte.

      Als ich am Wochenende einem guten ehemals evangelischen Freund erzählte, dass zur Zeit in der Amazonassynode der Zölibat und die Priesterweihe für Frauen zur Disposition gestellt wird, sagte er spontan: Das ist ja wie das Loch im Zaun des Eisernen Vorhangs 1989. Ich bestätigte diese Befürchtung und sagte, ja das glaube ich auch. Wenn das so weitergeht, dann wird der jetzige Papst der letzte Papst gewesen sein. Wenn überhaupt, wird so etwas wie konstitutionelles Pontifikat übrig bleiben, das dann nur noch folkloristisch, nicht aber mehr lehramtlich agieren wird. Es wird dann nicht mehr die eine, die katholische Kirche geben, sondern statt dessen viele Einzelkirchen, die sich ihre eigenen Regeln durch regionale Synodenbeschlüsse geben werden. Es gibt nicht wenige Katholiken, die darin nicht einmal ein Problem sehen.

      Antwort
  3. Kardinal Novize Igor

    Meines Wissens steht das Frauenpriestertum nicht zur Debatte.

    Aber das „Loch“ in der Mauer sehe ich auch: Eigentlich sehe ich es seit dem I. Vaticanum. Da hat man vor der Verkopftheit, dem alles-erklären-wollenden Rationalismus so viel Angst gehabt, dass man eine Gegen-Verkopftheit eingeführt hat, nämlich das Meta-Dogma, dass es Dogmen gebe, die sich in ewiger Gültigkeit wörtlich festhalten ließen. Damit hat sich die katholische Kirche selbst zur Buchreligion gemacht, sie hat sich, ohne es zu wissen, verprotestantisiert. Denn wenn absolut Wahres im Wort enthalten ist, wenn das „Absolute“ im Wort liegt, wozu bedarf es dann noch der Liturgie?

    Im II. Vaticanum wurde das Loch noch größer, die dort geschriebenen Texte „lumen gentium“ haben zwar den Anspruch, zeitlos zu sein (ein Anspruch, der ohnedies nie erfüllt werden kann), aber man merkt: sie schreiben gegen einen unsichtbaren Feind. Sie schreiben gegen interne Querelen, die heute keinen mehr interessieren. Und sie schreiben unbewusst gegen die eigene Verkopfung an. Durch Quasseln aber wird die Verkopfung nur noch größer…..

    Die Verkopfung ist eine Frucht der Neuzeit, da stimme ich mit Egon Friedells „Kulturgeschichte der Neuzeit“ überein. Aus dieser resultierte die Ablehnung der Mystik. Jene intuitive Logik, jene höchste Vernunft, von der Meister Eckehart spricht und damit eine Synthese von Vernunft, Gefühl und -vor allem- mystischer, gläubiger Geistigkeit meint, hat gegenüber der auf bloßer Logik basierenden Vernunft einen schweren Stand, weil die Logik ein Instrument der Sinnenwelt ist, nicht aber der Geisteswelt.

    Die bloß logische Vernunft verhält sich zur mystischen Vernunft wie Gesetzesbücher und Paragraphen zur Gnade.

    Nicht, dass Gesetzesbücher, Logik usw etwas schlechtes wären, die Neuzeit aber hat darüber die „Gnade“ vergessen.

    Kurzum: Der Kirche fehlt die Mystik. Die Schule des Gebetes. Freilich muss man hier unterscheiden: Die Zisterzienser haben sich ihre Mystik erhalten, viele andere Orden auch, während zb. die Jesuiten, zumindest manche Zweige, in das bloß-soziale abgeglitten sind. Wenn du wissen willst, was ich meine, dann google einfach „der pater blog“ -vom Jesuiten P. Bernd Hagenchord betrieben.

    Problem 1: Sein schreiben ist, nun will ich ihm nicht unrecht tun, aber doch großen Teils, fokussiert auf bloß soziale Themen, zum Teil sehr flach.

    Problem 2: Dafür aber zensiert er wie ein Stasi-Jünger. Wenn man ihn darauf anspricht, sagt er „ich zensiere nicht, ich moderiere.“ Ich glaube, das sagt alles. Wenn du die Kommentare liest, kommst vielleicht drauf, unter welchem Pseudonym ich mich dort herumgetrieben habe, 🙂 , aber jetzt tue ich mir das nicht mehr an. Ich lege keinen Wert darauf, einen Blog mit Lesefutter zu versorgen, der sich selbstgerecht als „tolerant“, „liberal“, etc bezeichnet, und dann nicht die geringste Abweichung von der mainstream-Meinung zulässt. Das brauche ich dir wohl nicht näher ausführen!

    Was ist das Ergebnis? Eine Kirche, die ihren Glauben als eine Pose betrachtet, nämlich die Pose der Infantilität und der Kindergartentanten, die kein derbes Wort über die Lippen bringen „das ist böse!“, weil sie diese derben Worte gar nicht mehr vertragen. Ein seichter Geist verträgt weder die wahrhaftige Derbheit der Welt, und weil es nicht einmal die Welt erträgt, hält es die Tiefe des Glaubens noch weniger aus. Da wird dann alles zu Sonne-Wonne-Eierkuchen, zu einer künstlichen, nicht weiblichen, sondern weibischen Süßigkeit, hinter der sich aber Gift, Galle und Zensur verbergen. Denn das Disharmonische (zb. dass nicht jeder Glaube gleich gut ist), der Abgrund (es gibt auch das Böse), und der Tiefsinn (der nicht wellness-konforme Herz- und Hirnschmerzen verursacht) – und letztlich auch das Licht, das aber das Irdische geradezu verbrennt, passen nicht in die selbst verschuldete Harmlosigkeit.

    Diese Mischung aus Süßlichkeit und Hinterfotzigkeit (ich hoffe, das Wort ist in Deutschland bekannt!) habe ich leider schon oft erlebt.

    Würde man genau diesen Text an P. Hagenchord schreiben, würde er, wenn er ihn nicht zensiert, äh, Entschuldigung, „moderiert“, empört feststellen, dass ich verallgemeinere, und daher böser vorurteilsbeladener Mensch sei. Würde man ihm dann aber Einzelbeispiele liefern, würde er sich empören, wie ich vom Einzelnen auf das Gesamte schließen könnte. Würde man dann darlegen, dass man einen tatsächlich guten Überblick hat, nun, so würde er es spätestens jetzt „moderieren“. Weil man ja „Hetze“ nicht dulden muss. Heile-Welt-Blase gerettet.

    Ja, so weit der Überblick, aber zum Glück gibt es nicht nur Jesuiten, und innerhalb der Jesuiten wird es wohl auch verschiedene Species geben….

    LG KNI

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Vielen Dank für Deinen sehr interessanten und sehr aufschlussreichen Kommentar, der mir sehr gut gefällt und mir aus dem Herzen spricht. Vor allem auch die Sache mit der Liturgie, die im Protestantismus zum Glück zwar nicht abgeschafft wurde, aber doch sehr stiefmütterlich behandelt wird.

      Antwort
    2. hansarandt Autor

      Noch ein Kommentar zu dem Großen Jesuiten, der zur Zeit das Sagen hat. Ich habe irgendwo gelesen Franziskus habe gesagt, dass Jesus lediglich ein guter Mensch gewesen sei. Außerdem, so sagen seine Kritiker, habe er auf der Amazonassynode, in Anknüpfung an Demeter und andere Naturgöttinen der „Mutter Erde“ gehuldigt und damit ein weiteres zentrales Dogma des katholischen Glaubens zur Disposition gestellt.
      Wenn der Glaube auf das soziale Engagement reduziert wird, hat er sich damit schon selbst abgeschafft. Ich habe wirklich die Befürchtung, dass die katholische Kirche, die gerade sturmreif geschossen wird, vor allem aus den eigenen Reihen, bald untergehen wird. Ich fürchte sogar, dass ich das noch erleben werde. Symbolisch hat sich der Papst bereits vor der neuen Göttin, Greta Thunberg, niedergeworfen. Wenn man ihm zuhört könnte man glauben, er sei tatsächlich der Stellvertreter Gretas und Merkels und Hillarys auf Erden.

      Antwort
  4. Kardinal Novize Igor

    Die Enzykliken Franziskus‘ sind eigentlich alle brav katholisch, sogar relativ konservativ. Ich habe auch gehört, dass die Kirche den Indigenen entgegen kommen will, aber nur im folkloristischen. Das wäre ja prinzipiell nicht schlecht. Denn auch in unseren Breiten hat die Kirche Inkulturation betrieben: also die Übernahme heidnischer Bräuche im christlichen Kontext. Warum nicht, denke ich mir. Schlimmer ins (indigene) Fettnäpfchen zu treten, als es Benedikt XVI getan hat, wird schwer möglich sein….

    LG KNI

    Antwort
  5. Kardinal Novize Igor

    Benedikt XVI hat einmal eine Rede in Südamerika gehalten, die ziemlich missverständlich war. Es kam so rüber, als hätten die Indigenen froh sein müssen, erobert worden zu sein. Das hat er natürlich so nicht gesagt, aber die Stimmung da unten ist auch ziemlich geladen, und Benedikt hat offensichtlich einige Reizwörter in unbedarfter Manier verwendet.

    LG KNI

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Könnte es nicht sein, dass man ihn falsch verstanden hat, weil man ihn falsch verstehen wollte?
      Im übrigen wurde die Dritte Welt, wie man früher noch sagen durfte, nicht nur ausgebeutet, sondern hat dorthin auch das Buch, das Auto, den Traktor, das Telefon, den Computer, das Handynetz, Herrenanzüge, weiße Hemden und Krawatten gebracht, die dort gerne und ohne Scham wegen kultureller Adaption, oder wie das neuerdings heißt und gegeißelt wird, getragen werden. Ohne die Einflüsse der westlichen Zivilisation wäre die Kindersterbkichkeit noch immer so hoch, wie im 19. Jahrhundert. Michael Klonowski hat diesen Gedanken mal folgendermaßen auf den Punkt gebracht:

      Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.

      Ich frage mich warum der Papst, Rousseau, die westliche Elite und die Masse der vermeintlich Progressiven Nachbeter die Indigenen Kulturen geradezu vergöttern, während sie gleichzeitig die eigene Kultur entweder verteufeln oder für nicht existent erklären oder beides gleichzeitig. Für mich ist das ein Zeichen dafür, daß man ein Gehirn waschen kann, bis es den letzten Rest seines logischen Denkvermögens verliert.

      Antwort
      1. Kardinal Novize Igor

        Hallo!
        War kurz fort. Wieder da!!

        Da ist, scheint mir, eine Antwort von mir verschwunden? Kann es sein, dass dein oder mein Account gehackt ist??

        Na egal, hier habe ich jedenfalls geschrieben, dass ich diese Aussage des Papstes für nicht gut halten würde; aber ich frage mich, in welchem Kontext er das gesagt hat. Hast du da irgendwelche links?

        LG KNI

  6. hansarandt Autor

    Mich würde auch noch über einen Kommentar zu meinem Post bezüglich den angeblichen Entgleisungen Papst Benedikt XVI. Interessieren:

    Könnte es nicht sein, dass man Benedikt falsch verstanden hat, weil man ihn falsch verstehen wollte?

    Im übrigen wurde die Dritte Welt, wie man früher noch sagen durfte, nicht nur ausgebeutet, sondern dorthin wurden auch das Buch, das Auto, der Traktor, das Telefon, der Computer, das Handynetz, Herrenanzüge, weiße Hemden und Krawatten gebracht, die dort gerne und ohne Scham wegen „kultureller Aneignung“, wie das neuerdings heißt und gegeißelt wird, getragen werden.

    Ohne die Einflüsse der westlichen Zivilisation wäre die Kindersterbkichkeit noch immer so hoch, wie im 19. Jahrhundert. Michael Klonowski hat diesen Gedanken mal folgendermaßen auf den Punkt gebracht:

    Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.

    Ich frage mich warum der Papst, Rousseau, die westliche Elite und die Masse der vermeintlich Progressiven Nachbeter die Indigenen Kulturen geradezu vergöttern, während sie gleichzeitig die eigene Kultur entweder verteufeln oder für nicht existent erklären oder sogar vollkommen widersinnig beides gleichzeitig tun.

    Für mich ist das ein Zeichen dafür, daß man ein Gehirn solange waschen kann, bis es auch den letzten Rest seines logischen Denkvermögens verliert.

    Antwort
  7. Kardinal Novize Igor

    Zur indigenen Kultur kann ich nicht viel sagen, da ich sie nicht kenne. Ich glaube, man will nicht als „Kolonisator“ dastehen. Die Kirche muss es klug machen: Die autochthon-kulturellen Erscheinungsformen wahren, aber christlich umdeuten. Das ist seit 2000 Jahren Erfolgsrezept.

    LG KNI

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Mit dem Erfolgrezept hast du recht. Aber es geht gar nicht um die Indigenen am Amazonas. Es gibt deutliche Hinweise, dass die Ergebnisse der Synode längst feststanden, bevor sie angefangen hat. Es geht um Europa, es geht vor allem um Deutschland, wo die Systhemveränderer schon lange in den Startlöchern stehen. Der Amazonas ist nur der Stein, der alles ins Rollen bringen wird, bis in der Katholischen Kirche kein Stein mehr auf dem anderen steht. Gebe Gott, das ich nicht recht habe.
      Wenn ich anderen meine Vision mitteile, bekomme ich nicht selten die lapidare Antwort: „Und, wenn schon, wer braucht schon die katholische Kirche?“

      Das einzige, was mich tröstet ist die Tatsache, dass die katholische Kirche noch ganz andere Päpste überlebt hat.

      In dem Roman Moschee Notre Dame, der im Jahre 2084 spielt, hat der Vatikan schon lange seine Pforten für immer geschlossen. Allerdings wurde in Polen ein Gegenpapst inthronisiert, der zwei Millionen christlichen Flüchtlingen aus Westeuropa Asyl gewährt.

      Antwort
      1. Kardinal Novize Igor

        Ich fürchte, wir werden durch ein Anti-christliches Zeitalter wandern müssen, bis irgendwann eine barbarisierte, verdummte und vollkommen amoralische, vertierte Gesellschaft kapiert, dass ohne Christus alles ins Verderben stürzt. Aber dann wird Er wiederkommen.
        Ich mache mir schon keine Sorgen mehr; wozu auch?

        Ich versuche, in größeren Dimensionen zu denken, in Jahrtausenden oder Jahrmillionen. Für Christus ist das nur ein Wimpernschlag. Mich tröstet das.

        LG KNI

      2. hansarandt Autor

        Ich kann Deine Gedanken gut verstehen. Bei allem Respekt, sie sind mir ein wenig zu fatalistisch und deine apokalyptischen Phantasien sind mir zu aggressiv im Unterton und damit eher weniger Christus gemäß.

  8. Kardinal Novize Igor

    Das mag täuschen. Zum einen lebe ich ja mein Leben, fühle mich in „meiner“ Pfarrkirche wohl, sehe aber auch die Entwicklungen. Im Moment zeigt der Pfeil nach unten.

    Dafür bin ich weniger fatalistisch als du, was Papst Franziskus angeht. Ich sehe die Gefahr in jener atheistischen Verdumpfung, die man aber Franziskus nicht vorwerfen kann. Ich sehe die Gefahr sowohl in der linken Anbetung der Arbeit, als auch in der rechten Anbetung des Geldes, die beide atheistischen Ursprungs sind.

    Dabei, muss man sagen, habe ich nichts gegen atheistische Grübler, sehe aber, dass diese gegenüber jenen, die ihren Atheismus bloß über das Feinbild Kirche definieren und bloß eine Ausrede für ihren Materialismus suchen, bei weitem in der Überzahl.

    Es wäre ja ohnedies seltsam, wenn wir in allem einer Meinung wären.

    LG KNI

    Antwort
    1. hansarandt Autor

      Bei den Linken sehe ich schon lange keine Anbetung der Arbeit mehr..Die Arbeiter haben das schon vor 50 Jahren geahnt, als sie die selbsternannte, studentenbewegte Avantgarde mit ihren Flugblättern vor den Werkstoren der großen Industriebetriebe links liegen ließen. Mittlerweile Weile wählen nur noch die Rentner die SPD aus Gewohnheit. Die Arbeiter haben schon längst mehrheitlich die Seiten gewechselt, weil in den etablierten Parteien niemand mehr ihre Interessen vertritt. In Österreich ist das nicht anders.
      Die Linken vergöttern eher die Faulheit als die Arbeit und lassen es sich auf Kosten anderer sehr sehr gut gehen. Die Politiker_*innen der Grünen sind dafür bekannt, dass sie im Vergleich zu den anderen Parteien über das höchste Durchschnittseinkommen verfügen und die meisten Flugreisen buchen. Sie beten das Geld vielleicht nicht an, dafür besitzen sie es um so lieber.
      Was an der Anbetung des Geldes allerdings rechts sein soll, kann ich nicht erkennen. In Deutschland war es die rotgrüne Regierung Schröder/Fischer, die den Kapitalismus von allen konservativen Fesseln der sozialen Marktwirtschaft befreit hat, die auf Ludwig Ehrhardt zurück geht.
      In Amerika sind es die liberals, die Linken, die den Neoliberalismus fördern, wo sie nur können.
      Rechts hingegen kommt von Recht, Gerechtigkeit und richtig. Ich wüsste nicht, was daran falsch sein sollte.
      Christen sind traditionell konservativ, bis auf die eigentlich Ungläubigen unter ihnen, die lieber mit allen Traditionen brechen, wie sie heutzutage fast jede Kirchenleitung in Europa bevölkern. Der „Kampf gegen Rechts“ und gegen jede Tradition hat mittlerweile an vielen Orten das Bekenntnis zu Jesus Christus ersetzt. Sehr schön kann man das leider an dem Rücktritt von Carsten Rentzing, dem evangelischen Bischof von Sachsen beobachten. Wenn für den ein Gemeindeglied beten will, verlassen kirchenleitende Persönlichkeiten unter Protest den Saal.

      Antwort

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