Archiv der Kategorie: Politik

Warum wir den Klimawandel brauchen

Fritzchen:  Ich weiß jetzt, warum wir den Klimawandel brauchen.

Gerog: Fritzchen, erzähl doch nicht wieder so einen Unsinn

Fritzchen:  Das ist kein Unsinn. Weiterlesen

White Supremacy

Es gibt sie tatsächlich, diese „White Supremacy“, die von unseren Genderphilosoph_*innen und postkommunistischen Feminist_*innen immer wieder gepredigt wird.

Es handelt sich um eine Krankheit, eine quasi angeborene Überheblichkeit, die in unserer westlichen Kultur schon lange verbreitet ist. Weiterlesen

Ergreifen oder ergriffen

Das meiste, was wir zu wissen meinen, glauben wir nur, weil es von Instanzen verkündet wird, denen wir vertrauen.

Es ist ausgesprochen fragwürdig, was wir überhaupt wissen können. Der Einwand des Sokrates, er wisse, dass er nichts weiß, gilt nach wie vor.
Es ist gerade dieses Wissen um das Nichtwissen, das Sokrates gegenüber seinen Zeitgenossen überlegen macht. Ihnen ist es nicht bewusst, dass sie alles, was sie zu wissen meinen, auch nur glauben.

Die Kirche steht auf der Seite des Sokrates, da sie davon ausgeht, dass sie nur einen Glauben zu bieten hat, und sich nicht anmaßt, etwas sicher zu wissen.

Selbst das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes erhebt diesen Anspruch nicht. Es behauptet nur, dass etwas wahr ist, weil der Papst es sagt, nicht weil es tatsächlich wahr ist. Genau diesen Anspruch erheben allerdings die Wissenschaften.

In den seltensten Fällen kann ich den Wahrheitsgehalt einer wissenschaftlichen Aussage selbst überprüfen. Das geht vielleicht bei dem Gesetz der Schwerkraft. Bei vielen anderen Dingen geht das sicher nicht.

Das Hauptproblem der Wissenschaft besteht darin, das Sie sich der Vorläufigkeit und der Fehlbarkeit ihrer Erkenntnisse nicht bewusst ist.

Es ist auch nicht so, dass dieses vorgebliche und vermeintliche Wissen den Glauben überflüssig machen könnte. Das Hauptproblem der Wissenschaft besteht darin, dass sie sich ihrer selbst nicht bewusst ist. Sie leidet unter einem Mangel an Selbstreflexion. Sie gibt sich der völlig verqueren Anschauung hin, als gäbe es einen Standpunkt jenseits aller Dinge, den der Wissenschaftler einnehmen könnte. Diese Weigerung zur Selbstreflexion nennt man auch Objektivität.

Heinz von Foerster wird nicht müde diesen Tatbestand immer wieder hervorzuheben. Er sieht in der Konstruktion einer nicht herstellbaren Objektivität, die Flucht vor der Verantwortung. Wenn ich behaupte, dass etwas objektiv wahr sei, verschleiere ich nur mein eigenes Interesse an genau dieser Wahrheit und die Verantwortung die ich dafür trage. Auch Horkheimer und Adorno haben auf den Zusammenhang von Erkenntnis und Interesse immer wieder hingewiesen.

Es ist Mode geworden, die Existenz Gottes zu leugnen, weil es dafür gute wissenschaftliche Gründe gäbe. Stattdessen glaubt man an die Existenz der Objektivität, die nicht einmal vernünftig gedacht werden kann. Das haben selbst Quantenphysiker mittlerweile eingesehen, als sie entdeckten, dass der Beobachter immer auch Teil Messung ist, die er durchführt und mit beeinflusst. Der Physiker Heisenberg nannte das die Unschärferelation.
Pirmin Stekeler-Weithofer, der von mir so geschätzte Hegelinterpret, sagt, es komme alles darauf an, dass auch die Wissenschaft zu sich selbst kommt, d.h. sich im historischen Prozess selbst reflektiert.
Erst wenn sie dazu in der Lage ist, und im Augenblick sieht es ganz und gar nicht danach aus, wird sie sich vom Dogma Schritt für Schritt entfernen können, um dem näher zu kommen, was ihre eigentliche Aufgabe ist, das Finden der Wahrheit.

Mit Sokrates möchte ich behaupten, dass die Wahrheit darin besteht, dass man ihrer nicht habhaft werden kann.

Trotzdem kann kein Zweifel daran bestehen, dass es die Wahrheit notwendig gibt. Gäbe sie es nicht, könnten wir nicht davon reden, dass irgendetwas gelogen sei. Uns käme der Maßstab abhanden.

Freiheit braucht diesen Maßstab, wie wir die Luft zum Atmen benötigen. Es braucht einen Konsens darüber, ob etwas richtig oder falsch, wahr oder gelogen ist.

Dieses Letzte unverfügbare gilt es festzuhalten, wie Josef Ratzinger richtig betont. Die Wahrheit darf nicht zum Spielball unserer Interessen werden. Es geht nicht darum, die Wahrheit zu kontrollieren, wie er in seinem Sendschreiben Ostern 2019 hervorhebt, sondern sich von ihr ergreifen zu lassen.