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Der eigentliche Klimawandel

Warum ich an der Theorie des von Menschen gemachten Klimawandels, der über kurz oder lang in die Katastrophe führt, zweifle: Weiterlesen

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Das wird man doch noch sagen dürfen…

Aus leidvoller Erfahrung in der Familie und im Freundeskreis möchte ich auf den meiner Meinung nach stärksten Kampfbegriff in der modernen diskursfreien Herrschaft eingehen.

Wer für sich in Anspruch nimmt, etwas sagen zu dürfen, was in der Demokratie eigentlich das Selbstverständlichste von der Welt sein sollte, gerät unmittelbar in den Verdacht, „Stammtischparolen“ zu verbreiten oder Schlimmeres.

Bei den Feststellungen, die für gewöhnlich mit diesem inkriminierten Satz einhergehen, handelt es sich in der Regel um Tatsachenfeststellungen, die kaum geleugnet werden können, wie etwa in der Art, dass es regnet, wenn es regnet.

Es ist nicht statthaft, so der Einwand, eine solche Behauptung aufzustellen, wenn sie von vermeintlich bösen Menschen auch vertreten wird.

Beispiel:

Ich weise darauf hin, dass die Europäer, die Amerika besiedelt haben, sich dort nicht integriert-, sondern die indigene Bevölkerung fast vollständig eliminiert haben.

Gegenfrage: „Was willst du damit sagen?“

Antwort: Ich will damit gar nichts sagen, sondern diese Tatsache nur in das Gedächtnis rufen, und das muss erlaubt sein.“

Abschließendes Urteil: „Wer für sich in Anspruch nimmt, etwas sagen zu dürfen, was normaler Weise nicht gesagt wird oder gesagt werden darf oder soll, macht sich mit „Stammtischparolen“ und dumpfen N-Menschen gemein.

Wer etwas sagt, von dem er mit Recht annimmt, dass es niemand hören will und dass es niemand sagen soll und sei es noch so banal und dann noch für sich das Recht in Anspruch nimmt, es trotzdem zu sagen, macht sich in hohem Maße verdächtig.

Offensichtlich gehört er zu jenen Unmenschen und „Menschenfeinden“, die die Hoheit über die Stammtische zurückerobert haben.

Die Stigmatisierung des Satzes, „das wird man doch wohl sagen dürfen“ gibt dem auf diese Weise Diffamierten auf paradoxe Weise Recht.

Da es offensichtlich nicht erlaubt ist, diesenSatz laut auszusprechen, bestätigt man damit, was der Stigmatisierte beklagt: Selbst offensichtliche und unwiderlegbare Banalitäten dürfen nicht geäußert werden, wenn sie der vermeintlich falschen Seite als Argument dienen könnten.

So etabliert man die diskursfreie Herrschaft und suggeriert obendrein den in hohem Maße undemokratisch agierenden Diskursverweigereren, sie seien die Gutmenschen.

 

 

Anleitung zum Unglücklichsein

  1. Übernehmen Sie unüberprüft Informationen und Interpretationen Ihrer politischen Gegner.
  2. Stimmen Sie in die geheuchelte Entrüstung Ihrer politischen Gegner ein, anstatt diese aufzuzeigen.
  3. Zeigen Sie Reue und unterlassen Sie Gegenangriffe.
  4. Bleiben Sie gegenüber Ihren politischen Widersachern stets tolerant. Grenzen Sie sich nur von Personen ab, die mit Ihnen in einem Boot sitzen.
  5. Distanzieren Sie sich rasch und mehrfach! Nehmen Sie sich bloß keine Zeit um über langfristige Strategien nachzudenken.
  6. Legen Sie dem Angegriffenen den Rücktritt nahe. Solidarität und Kameradschaft sind unzeitgemäß.
  7. Wundern Sie sich nicht, weshalb die Mainstream-Medien immer öfter harmlose Nebensächlichkeiten zu bundesweiten Skandalen hochschreiben.
  8. Reagieren Sie auf alle Menschen beleidigt, die es gut mit Ihnen meinen und deshalb mit Ihrem Problem-Management unzufrieden sind.
  9. Unterstützen Sie auf keinen Fall patriotische Medien, die Ihre Sicht der Dinge unter die Menschen bringen könnten und so für eine ausgewogenere Berichterstattung sorgen würden.
  10. Lernen Sie aus der ganzen Situation nichts und reagieren Sie beim nächsten Angriff wieder genau nach dem Schema der „10-Punkte-Anleitung zum politischen Unglücklichsein“.

     Michael Scharfmüller

 

Antipolitik

Wenn wir an Politik denken, stellen wir uns darunter Wahlkampf, Wahlen, Aktivismus, Gesetzgebungsprozesse – all die Elemente des Staatswesen der Demokratie vor.

Im fundamentalsten philosophischen Sinne jedoch ist Politik der Prozess in dem wir uns darüber verständigen, wie wir miteinander leben wollen.

Das geht weit darüber hinaus. Hier geht es darum, wie wir in unserer Familie zusammen leben, welche Werte wir an unsere Kinder vermitteln, welcher Religion wir angehören, welchen Gruppen wir uns anschließen und wie wir miteinander leben.

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