Schlagwort-Archive: Goethe

Die Forderung des Tages

Finde deinen Platz, begreife und ergreife deine Lage, erfülle die Forderung des Tages, tue deine Pflicht, halte deine Existenz aus. Das ist die Tapferkeit des Bürgers, der sich den bequemen Ausweg der „Gesellschaftskritik“ versagt. Denn zu nichts braucht man heute mehr Mut als zur Wahrnehmung des Positiven.

Norbert Bolz frei nach Goethe

Glaube und Wissen im Hintergrund

Früher waren die Priester die Oberkaste, die das Weltwissen verwalteten. Im Iran und in Indien sind sie es bis heute.

Sie waren die wissenden Ratgeber des Königs, sozusagen der wissenschaftliche Beirat des Bundestages, der durch den Grafen zu Guttenberg bekannt geworden ist. Weiterlesen

Atheisten sind wirklich nicht zu beneiden

Da der Atheismus sich selbst als die Negation des Theismus versteht, kommen wir einer Begriffsdefinition des Atheismus näher, wenn wir zunächst den Theismus betrachten.

Eine sehr umfassende und tiefsinnige Beschreibung des Theismus in seinen verschiedenen Erscheinungsformen finden wir bei Goethe. Er sagt:

Als Naturforscher sind wir Pantheisten, wir entdecken das Göttliche in den Dingen,

als Poeten sind wir Politheisten, weil es nichts gibt, was wir uns nicht vorstellen können,

und als Sittliche Wesen sind wir Monotheisten, weil wir wünschen, dass sich alle an ein und dieselben Regeln halten. Weiterlesen

Was ist das Leben?

Das Leben ist

a) ein Geschenk Gottes und ein Wunder der Natur, sagt der Glaube

oder

b) eine Krankheit, die durch Sexuellen Verkehr übertragen wird, und die in Europa nach einer Inkubationszeit von durchschnittlich 77 Jahren sicher zum Tode führt, sagt die Schulmedizin.

Daraus folgt:

„Was bringt den Doktor um sein Brot?/
a) Die Gesundheit, b) der Tod
Drum hält der Arzt, auf daß er lebe, 
uns zwischen beiden in der Schwebe.“ 

Das hätte von Goethe sein können ist aber von Eugen Roth.