Schlagwort-Archive: Stekeler-Weithofer

Warum die Vernunft wirklich ist

„Vernunft gibt es in der Geschichte nicht etwa deswegen, weil alles , was historisch passiert ist, vernünftig gewesen wäre oder weil es sich aufgrund einer rein a priori postulierten, transzendenten Licht der Vernunft am Ende zum Guten, Besseren, zum Fortschritt der Moderne gewendet hätte. Weiterlesen

Das Selbstbewusstsein Gottes

Beginnen wir mit dem Selbstbewusstsein. Im allgemeinen geht man davon aus, das Selbstbewusstsein sei etwas, was der Homo Sapiens vor spätestens 200.000 Jahren in der Evolutionsgeschichte entwickelt habe und was ihn von allen anderen Lebewesen unterscheidet.

Das ist aus mehreren Gründen ein Irrtum: Weiterlesen

Das Größte aber ist die Liebe

Neudeutsch wurde der Begriff der Liebe, wie wir ihn vom Neuen Testament her kennen, durch den Philosophen Quine unter dem Terminus Charity in die wissenschaftliche Diskussion eingebracht.

Unter Charity versteht man das Bemühen um einen am Ende möglichst weitgehenden Konsens als logische Basis für jede Verständigung und jedes gegenseitige Begreifen. Weiterlesen

Wider den Materialismus

Eine materialistische Weltanschauung, die glaubt, die Modelle der Naturwissenschaft stellten die Natur wenigstens der Möglichkeit nach unmittelbar so dar, wie sie ist, bemerkt das Konstruktive, Ideale und bloß Analogische der begrifflichen Darstellung natürlicher Verhältnisse in den Wissenschaften nicht. Weiterlesen

Moderne Metaphysik

Die metaphysischen Glaubenssysteme des Rationalismus, der Scholastik und die leider um sich greifende Meinungsphilosophie der Gegenwart, nach der jeder seine eigene Theorie zu allerlei Themen produziert und argumentativ verteidigt, haben dieses gemeinsam, dass sie die formaldeduktive Konsistenz eines Satzsystems für ausreichend halten, um es als mögliche Artikulation realer Verhältnisse oder überhaupt als sinnvoll anzusehen. Weiterlesen

Wider den naiven Empirismus

Wenn es richtig wäre, was Dogmatiker, Empiristen und radikale Skeptiker meinen, nämlich dass die Bezüge, Namen und Sätze einfach als gegeben unterstellt und die Kriterien der realen Praxis der Unterscheidung, Identifizierung bzw. Geltung der bloßen Epistemologie, dem Erkennen überlassen werden können, dann wären weder die Referenz eines Namens noch die Wahrheit oder Falschheit eines Satzes oder einer Aussage bestimmt. Weiterlesen